31. August 2016

Meine Neuzugänge (, wenn man es denn so nennen darf!): August


Hallo ihr Lieben!


Heute präsentiere ich euch meine Neuzugänge aus dem August. Und das erste, was ich sagen muss, ist: Ich war brav! Und wie! Ich kann euch nämlich lediglich ein einziges Buch zeigen, das ich außerdem bereits begonnen habe. 

Ist das jetzt gut oder schlecht? 

Ich persönlich finde es toll! Denn im letzten Monat habe ich bereits genügend Bücher bekommen und mein SuB wächst immer weiter. Des Weiteren habe ich im September Geburtstag und da meine Wunschliste zum größten Teil aus Büchern besteht, hoffe ich, dass dann im nächsten Monat wieder einziges hier einziehen darf :) Aber welches Buch ist denn nun neu? Tadaa!





Eigentlich ist es noch gar nicht erschienen. Der Erscheinungstermin ist allerdings nicht weit, denn am 09.09 kommt "Mederia  - Aufziehende Dunkelheit" heraus, der erste Band einer neuen Fantasy-Trilogie von Sabine Schulter. Ich lese es vorab und bin bereits fleißig dabei. Derzeit gefällt es mir richtig gut! Hat wieder ein bisschen was von Herr der Ringe, aber mit tollen neuen Wesen. 

Also, worum geht's?


Klappentext


Die Person, die das eigene Leben am meisten verändern wird, nennen die Dämonen von Mederia Schicksal. Jeder von ihnen besitzt eines und doch wird gerade Gray, dem Kronprinzen der Dämonen, prophezeit, dass sich um sein Schicksal herum sogar die ganze Welt verändern wird. Die Erinnerungen an sie werden jedoch aus Grays Gedanken gelöscht, als der Hass zwischen dem Norden und Süden Mederias in einem allesverzehrenden Krieg gipfelt, der sein Volk fast vollständig vernichtet. Voller Wut und dem Willen, diesen Krieg zu beenden, stürzt sich Gray in den Kampf und rettet eher aus Zufall der jungen Bardin Lana das Leben. Jener Frau, in deren Händen das Schicksal Mederias liegen wird.


Besonders cool finde ich bisher die Dämonen, die überhaupt nicht negativ konnotiert sind, wie man es ja eigentlich so kennt. Die geflügelten Wesen sind eine höchst akzeptierte Rasse und neben ihnen gibt es noch viele andere tolle Wesen. Ich bin sehr gespannt, was dieses Buch noch für mich bereithält :) Gelungen finde ich auch wirklich das Cover und ein bisschen traurig bin ich natürlich, dass ich es nicht im Regal stehen habe. 
Aber die platzsparenden Neuzugänge sind doch eigentlich immer die besten, oder?



Was sagt ihr so? Was ist bei euch eingezogen? Mehr als ein Buch, oder noch weniger als bei mir? ;) Gefällt euch das Cover von Mederia?

Liebst,
eure Julia

Rezension: "Erwacht im Morgengrauen" von C. C. Hunter


Titel: Shadow Falls Camp - Erwacht im Morgengrauen
Autor: C. C. Hunter
Verlag: Fischer
Preis: 14,99€
Seiten: 528


„Geboren um Mitternacht“ war  für mich eine große Überraschung. Das Buch hatte mir so gut gefallen, dass ich mir die anderen vier Teile mit einem Mal bestellt habe. Ich musste einfach wissen, wie das Chaos um Kylie weitergehen würde. Und eines kann ich verraten: Es bleibt spannend. Nicht so spannend, wie in Teil eins, doch auch der zweite Band kann sich sehen lassen.

Klappentext


Von dem Augenblick an, als Kylie im Shadow Falls Camp eingetroffen ist, beschäftigt sie allein eine Frage: Was bin ich? Umgeben von Vampiren, Werwölfen, Gestaltwandlern, Feen und Hexen brennt Kylie darauf, ihre eigene übernatürliche Identität zu lüften. Doch ihre Suche nach Antworten wird jäh unterbrochen, als ein Geist ihr prophezeit, dass jemand, den sie liebt, am Ende des Sommers sterben wird. Wenn sie nur wüsste, wem die Gefahr droht und wie sie diese aufhalten kann? Als wäre das nicht schon genug, muss Kylie sich auch noch zwischen Lucas, dem sexy Werwolf, und Derek, der atemberaubenden Halbfee, entscheiden. Aber sie braucht sie beide, denn eine dunkle Macht verbirgt sich in Shadow Falls und bedroht alles, was Kylie wichtig ist. Nur mit vereinten Kräften kann diese Macht bekämpft werden.

Meinung


Inhaltlich schließt „Erwacht im Morgengrauen“ nahtlos an den ersten Teil der Shadow Falls Camp-Reihe an. Als Leser fühlt man sich, als wäre man nie weg gewesen und tatsächlich ist keine Zeit vergangen. Kylie kämpft mit den altbekannten Problemen. Allen voran die Frage nach ihrer Herkunft. Aber da ist ja nicht nur das Problem, dass sie einfach nicht herausfinden kann, was sie ist. Da wäre auch noch die offene Entscheidung zwischen Derek oder Lucas, oder ihre Mutter, die noch überzeugt werden muss, dass Kylie im Camp bleiben kann. Man könnte meinen, Jungs und Eltern seien doch normale Teenagerprobleme, aber hinzu kommt noch das Gefühl, dass Kylie verfolgt wird. Wer hat es diesmal auf sie abgesehen? 
All dies sind Themen, die den Verlauf des Buches bestimmen. Allerdings ist nicht jeder Handlungsstrang  interessant. Meiner Meinung nach hatte der zweite Teil vor allem zu Beginn so seine Längen. Erst die letzten 200 Seiten konnten mich so richtig packen. Vorher empfand ich Kylie doch als ziemlich naiv und dämlich. Das hört leider nie so richtig auf, aber man gewöhnt sich dran. Der Geist, der Kylie in diesem Buch verfolgt, war mir sehr suspekt. Allerdings fand ich dessen Auflösung gelungen. Insgesamt wirkt die Protagonistin bereits reifer, als noch zuvor. Zum Glück sind auch ihre Freundinnen Miranda und Della weiterhin an ihrer Seite. Die beiden lockern das ganze Buch auf und beweisen erneut, was für herzensgute übernatürliche Wesen sie sind. Holiday nimmt einen noch größeren Teil ein, als noch zuvor. Bernett, der FRU-Beamte, der Holiday an die Seite gestellt wird, gefiel mir sehr gut, hätte man nach Band eins vielleicht gar nicht gedacht. Grundsätzlich plätschert das Geschehen im Camp erstmal so vor sich hin. Mal sorgt sich Kylie mehr um dieses, mal um jenes. Das Finale gefiel mir ganz gut. Wie im Buch zuvor empfand ich es aber als sehr plötzlich, allerdings schon einleuchtender, als noch im Vorgänger.
In diesem Buch taucht man tiefer in die Welt von Shadow Falls ein und das gefiel mir wirklich gut. Die Szenerie muss nicht erst erklärt werden, sondern verschiedene Details treten auf den Plan. Kylie entdeckt immer mehr ihrer Gaben und obwohl es mich nervt, dass nach Band zwei immer noch nicht klar ist, was sie ist, finde ich es irgendwie logisch. Ich hoffe nur, dass ich am Ende nicht so enttäuscht sein werde. Das Hin- und Her zwischen Derek und Lucas nervt mich auch bereits ein wenig. Allerdings bin ich gespannt, was in den nächsten drei Büchern noch so passieren wird. 
Der Schreibstil von C. C. Hunter ist wieder dynamisch und jung. Zum Teil war er mir sogar ein wenig zu pubertär. Ich habe mich nicht mehr so wohl im Stil gefühlt wie zuvor, aber trotzdem passt die Erzählart zu Kylie und ist authentisch.

Fazit




Alles in allem steigert sich „Erwacht im Morgengrauen“. Zu Beginn befürchtete ich einen desaströsen zweiten Teil, aber ab der Mitte wurde es wieder richtig gut. Es gibt kleine Punkte, die mich ein wenig stören, allerdings gefallen mir die Grundstimmung und die Szenerie der Reihe sehr gut. Das Geschehen entwickelt sich und wird spannender. Allerdings gibt es noch sehr viel aufzuklären. Ich hoffe der dritte Teil wird dort ansetzen. Ich vergebe übernatürliche vier Spitzenschuhe.



30. August 2016

[ENTDECKT] Das reisende Vorlesesofa!

Hallihallo allerseits :)


Ich bin ein leidenschaftlicher Zeitungsleser und das gebe ich sogar sehr gern zu. Im letzten Jahr hatte ich mal ein Seminar zum Thema Zeitung und damals hatte es mich ziemlich überrascht, dass in meinem Kurs lediglich drei Leute regelmäßig Zeitung lesen. Aber irgendwie ja auch verständlich...wir können uns unsere Informationen sehr viel leichter aufs Handy holen, ohne große und teure Zeitungsabos zu haben. Bei meinem Fall ist das Ganze eher Gewohnheit. Schon meine Familie hatte morgens immer die Zeitung zu Hause und als ich dann auszog, schloss ich ein Studentenabo ab. 

Aber wozu erzähle ich das eigentlich? Hat gar nicht so viele wichtige Gründe :D Ich möchte lediglich darauf hinaus, dass in der Zeitung, die ich lese ab und zu mal ganz coole Sachen stehen, die ich ansonsten nicht erfahren würde. Und wieso sollte ich etwas hier posten, wenn es nichts mit dem Thema Lesen zu tun hätte? Erst gestern bin ich nämlich auf diesen winzige Artikel gestoßen. Man muss schon sagen, dass ich am Weser Kurier zumeist nur rummeckere (,vor allem der Sportteil ist einfach amateurhaft geschrieben), aber der Kultur-Teil hat manchmal ganz interessante Sachen parat.
"Vorlesenachmittag in den Wallanlagen" lautet die Überschrift und macht auf ein tolles Projekt aufmerksam. Für alle, die mit dem Begriff der "Wallanlagen" nichts anfangen können: Ich bin Bremerin und bei den Wallanlagen handelt es sich um eine Art langgezogener Park, um einen kleinen Fluss herum. Wie der Name schon sagt, stand dort früher die Stadtmauer von Bremen und heute ist es ein wunderschöner Ort im noch schöneren Bremen. 
Der Artikel verweist auf ein rotes Sofa, das die nächsten zwei Wochen durch Bremen zieht. Auf diesem Sofa wird jeden Tag vorgelesen. Aber natürlich nicht einfach irgendwas von irgendwem. Das Projekt steht für Vielseitigkeit. Insgesamt lesen 22 Menschen, darunter auch Kinder, zumeist in ihren Heimatsprachen Geschichten vor. Es steht immer jemand zur Seite, der die Geschichten übersetzt. Zum Teil handelt es sich um Flüchtlinge, zum Teil auch um etwas bekanntere Menschen aus Bremen. Der einzige "prominentere" Teilnehmer ist wohl der Werder-Profi Theodor Gebre Selassi. Aber okay, wer sich für Fußball nicht interessiert, wird ihn auch nicht kennen. Aber das ist auch nicht entscheidend. Entscheidend ist, dass ich die Aktion großartig finde! Es wird unter anderem auf Plattdeutsch, Tschechisch, Persisch, Türkisch, Spanisch, Fulani, Russisch, Dari oder Lingala vorgelesen. Die Hälfte der Sprachen habe ich noch nicht einmal gekannt, die auf der Internetseite aufgeführt sind. Schaut doch auch mal vorbei. Ich befürchte zwar, dass niemand von euch aus der Nähe kommt und so keine der Veranstaltungen besuchen kann, aber auch so lohnt sich zumindest ein Blick auf den Internetauftritt! Klickt einfach folgenden Link an:



Die Orte sind über ganz Bremen verteilt und wechseln täglich. Ich selbst werde auf jeden Fall versuchen eine Lesung zu besuchen. Denn gerade als Deutsch-Studentin, finde ich es wichtig, die Bedeutung vom Vorlesen zu betonen. Und wenn man dabei noch etwas über andere Kulturen lernen kann, finde ich das Ganze noch interessanter! Lesen wird in unserer Gesellschaft viel zu oft unterschätzt und gerade deshalb finde ich es wichtig, auf solche tollen Aktionen aufmerksam zu machen!


Was sagt ihr zum reisenden Lesesofa? Gibt es so etwas bei euch in der Nähe auch? Findet ihr auch, dass der Stellenwert des Vorlesens unterschätzt wird? Lest ihr gern vor, oder hört ihr gern zu? Oder ist das vielleicht gar nichts für euch? Sagt mir gern eure Meinung, ich würde ich freuen! :)

Eure Julia

Rezension: "Requiem" von Lauren Oliver


Titel: Requiem
Autor: Lauren Oliver
Verlag: Carlsen
Preis: 8,99€
Seiten: 400

Als ich das Buch „Delirium“ begann, war ich mir sicher, dass Lauren Oliver die Schöpferin einer neuen und fantastischen Buchreihe ist. Der erste Teil der Amor-Reihe war innovativ und interessant, liebevoll und spannend. „Pandemonium“ veränderte die Szenerie und verlagerte die Handlung. Allerdings blieb es spannend. Man konnte auf einen furiosen Abschluss hoffen. Doch „Requiem“ kann diesen Abschluss leider nicht bieten. Was mit einer schönen, aber verbotenen Liebe begann, endet in einer Revolution. Soweit ok. Aber eine Revolution ohne Auflösung. Eine nervige Protagonistin, zwei Kerle, von denen keiner genau weiß, was er will und eine Gesellschaft, die gespalten ist. Für mich war „Requiem“ eine Enttäuschung.

Klappentext


Lena und Julian konnten entkommen. Sie sind wieder in der Wildnis bei den Rebellen. Alles könnte gut sein, aber etwas hat sich verändert zwischen den beiden. Denn da ist noch Alex, der wieder aufgetaucht ist. Lena spürt, dass sie eigentlich zu ihm gehört, doch er ist seltsam abweisend. Hana dagegen, Lenas Freundin von früher, führt ein geordnetes Leben ohne Liebe mit dem für sie ausgewählten Partner. Und während sich der Kampf um Freiheit und Liebe weiter zuspitzt, muss Lena sich ihrer Vergangenheit stellen

Meinung


Schon bei „Pandemonium“ hatte ich so meine Probleme. Aber ich mochte Julian und auch die kämpferische Entwicklung der Geschichte. Am Ende von Teil zwei taucht Alex wieder auf, doch er verhält sich einfach nicht mehr wie Alex. Mir hat dieser Kerl in Band zwei ganz furchtbar gefehlt und es war klar, dass es auf einen Showdown zwischen Alex und Julian hinausläuft. Oder? Die Antwort ist Nein. Denn Alex räumt schnell das Feld. Aber Lena kann es nicht akzeptieren, dass sie trotzdem einen tollen Kerl hat. Und damit wäre ich bei einem entscheidenden Punkt: Lena hat mir als Protagonistin überhaupt nicht mehr gefallen. Sie ist gemein und launisch. Sie tut stark, ist aber eigentlich nur egoistisch, außer es geht um Grace. Sie hat mich genervt. Natürlich ist die Situation, mit der sie fertig werden muss furchtbar, aber ihre Art damit umzugehen, missfiel mir. Außerdem hatte ich das Gefühl, als wenn im gesamten Buch nicht sonderlich viel passiert. Die Rebellen bereiten einen Angriff vor, ziehen ihn durch und dann ist das Buch auch vorbei. Klar, es gibt noch so Kleinigkeiten, aber im Grunde war es das. Traurig.
Das Einzige, was ich interessant und gut fand, waren die Kapitel aus Hanas Sicht. Auch hier muss ich kritisieren, dass Hana in den Bänden zuvor nicht annähernd so eine große Rolle gespielt hat und plötzlich fast die Hälfte des Buches erzählt, aber das ist ok. Es ist ein nützliches Mittel von der Autorin, um dem Leser zu zeigen, was innerhalb der Mauern abgeht. Und Hana hat eine interessante Stellung in der Gesellschaft. Ihre Denkweise hat mir gefallen. Schade finde ich allerdings, dass man am Ende nicht weiß was mit ihr passiert. Nein, ich korrigiere mich. Man weiß eigentlich von niemandem, was am Ende passiert. Denn das Ende, das Lauren Oliver gewählt hat, hinterlässt nichts als offene Fragen. Ich fand dieses Ende ehrlich gesagt ziemlich feige. Immer habe ich darauf gewartet, für wen Lena sich am Ende entscheiden würde und geraten. Aber hey…Raten macht ja auch Spaß. 
Der Stil von Oliver ist gut. Das Thema ist eigentlich auch echt toll und der Titel „Requiem“ also „Messe für die Verstorbenen“ ist total passend und irgendwie poetisch. Aber ich finde, dass dieser Band völlig unnötig war. Die Beziehungen unter den Figuren entwickeln sich kaum. Die neuen Figuren sind nicht sonderlich wichtig. Und jeder, der das Buch liest, um endlich Antworten auf offene Fragen zu bekommen, wird enttäuscht sein. Ich war es zumindest.

Fazit




Voller Freude begann ich „Requiem“ und voller Enttäuschung legte ich es aus der Hand. Es geht nicht mehr um Alex und Lena, was okay ist, weil ein wichtigeres Thema in den Fokus gerückt ist. Aber selbst dieser Fokus ist nicht zielführend umgesetzt und hinterlässt am Ende mehr offene Fragen als alles andere. Mein einziger Lichtblick waren die Kapitel aus Hanas Sicht. Ich habe mich durch das Buch gequält und vergebe deshalb lediglich zwei Spitzenschuhe.



29. August 2016

Review: "Suicis Squad"





          Titel: Suicid Squad

          Regisseur: David Ayer

          Länge: 123 Minuten.

          FSK: 16

          Produktionsland: USA

          Erscheinungsjahr: 2016






Es ist eine sehr lange Zeit her, als ich das erste Mal von Suicid Squad“ las. Ein Film mit allen Bösewichten der DC Comics, die für die gute Sache kämpfen sollen. Selten kam mir eine Idee so cool vor. Meine Erwartungen waren dementsprechend hoch. Doch der Film von David Ayer hat mich nicht enttäuscht. Auch wenn man ein paar Dinge ausblenden muss, um ihn richtig zu genießen, war Suicid Squad für mich ein Blockbuster vom Feinsten, der großartige Unterhaltung bot.

Darum geht's:


Gift gegen Gift, Feuer gegen Feuer? Das zumindest scheint der Gedanke der amerikanischen Geheimagentin Amanda Waller (Viola Davis) zu sein, als sie einen heiklen Entschluss fasst: Um einer geheimnisvollen und unbesiegbar erscheinenden Bedrohung endgültig das Handwerk zu legen, gebraucht es mehr als nur hochgerüstete Soldaten auf einem Himmelfahrtskommando. Man braucht ganz einfach die gemeingefährlichsten Fieslinge, die derzeit im Gefängnis vor sich hin schmoren, denn die haben offenbar nichts mehr zu verlieren. Doch die illustre Truppe, zu der Knalltüten wie die exzentrische Harley Quinn (Margot Robbie), Deadshot (Will Smith), Rick Flag (Joel Kinnaman) und Captain Boomerang (Jai Courtney) gehören, merkt schnell, dass sie im Zweifelsfall einfach nur entbehrliches Kanonenfutter und Sündenbock sein soll. Da stellt sich ihnen unweigerlich die Frage, ob sie überhaupt noch den Auftrag ausführen sollen, was ihren sicheren Tod bedeuten würde, oder ob sie sich lieber selbst retten…

(Quelle: http://www.filmstarts.de/kritiken/144185.html)

Meine Meinung


Im Grunde muss man sich einer Sache beim Gucken des Films bewusst sein: Wir haben es hier mit Bösewichten zu tun. Da die Wenigstens allerdings einen Film mit lauter angsteinflößeneden Psychopaten sehen wollen, die sie bis in ihre Träume verfolgen würden, verwendet der Regisseur das Prinzip der Antihelden. Schon Jack Sparrow konnte sich als Antiheld in unsere Herzen spielen, warum sollte es also der Suicid Squad nicht gelingen? Tatsächlich gibt es dafür keinen Grund und deshalb tun sie auch genau das. Denn schnell wird dem Zuschauer klar, dass man mit den schrägen Typen sympathisiert. Und das ist für das Konzept sehr wichtig. Leider muss man so natürlich ausblenden, dass all die auftauchenden Figuren richtig miese Mörder, Diebe und Psychopaten sind. Man ist schockiert, wir schnell man dies vergisst. Zwischenzeitlich werden die dunklen Seiten der Protagonisten immer wieder deutlich, doch sie bleiben Randaspekte. 
Hat man sich diesem Konzept aber untergeordnet, kann man den Film genießen. Es dauert eine relativ lange Zeit, bis die Hintergrundgeschichten der Figuren erzählt sind. Anfangs entsteht dadurch der Eindruck, als wenn der Film aus vielen einzelnen Stories besteht. Sie werden allerdings relativ schnell zusammengeführt und immer mal wieder aufgegriffen. Die Einführungen der Figuren sind wichtig und gelingen gut. Vor allem Harley Quinn, die Freundin des berüchtigten Jokers und Deadshoot, der familienliebende Auftragskiller, stehen hier im Mittelpunkt. Deadshoot, der von Will Smith verkörpert wird, ist so etwas wie der Teamleader. Er leitet die Kommunikation zwischen seiner Squad und dem Militärteam, dem sie unterstehen. Ich empfand ihn als glaubwürdig, wenn auch nicht als den stärksten Charakter. In unglaublicher Erinnerung bleibt Harley Quinn. Man kann schon sagen, dass sie allen anderen die Show stiehlt. Ihre Geschichte war besonders interessant und strange. Ihr Humor trägt den Film und das knappe Outfit sorgt für mehr als einen Hingucker. Ihre Rolle wird leider ein wenig sexualisiert, allerdings muss ich zugeben, dass selbst ich dieser Frau andauernd auf den Hintern starren musste. Die Macher haben ihr Ziel also in jedem Fall erreicht. Im Vergleich zu diesen beiden Figuren bleiben die restlichen doch etwas farblos. Jeder hat zwar seine Besonderheiten, doch bei ihrer Einführung wird sich nicht so viel Mühe gegeben. Vor allem Diablo, der tätowierte Feuerteufel, überrascht am Ende. Mir gefiel auch der Krokodil-Typ (, dessen Name ich vergessen habe) und die Samurai-Kämpferin. Eigentlich kann man jeder Figur etwas abgewinnen. Ein bisschen deplatziert erschien mir manchmal allerdings der Joker, der von Jared Leto verkörpert wird. Er hat eine völlig andere Art den allerschlimmsten Bösewicht darzustellen, als es Heath Ledger tat und natürlich bleibt letzterer unerreicht. Leto macht das Ganze etwas verrückter und wilder. Wenn ich mich richtig erinnere, ist dies den Comics getreuer als die Version des verstorbenen Heath Ledger, aber dadurch ist die Umgewöhnung auch schwer. Als König und Königin harmonieren der Joker und Harley allerdings gut. Auch wenn ich nicht verstehe, was sie an ihm findet. Aber okay…Der größte Bösewicht unter allen ist eigentlich Amanda Walles, die für die Regierung arbeitet. Sie ist eiskalt und könnte eigentlich auch ein Mitglied der Squad sein.

Die Handlung selbst empfand ich als nicht so aufregend. Sie ist relativ simpel. Vielmehr geht es um die Figuren, als um deren Auftrag. Allerdings mussten die Macher natürlich jetzt einen richtig schlimmen Gegner hervorzaubern, damit diese Einheit gerechtfertigt ist. Und was kommt da besser als eine waschechte Hexe? Richtig gehört. Ich habe mich tatsächlich gefragt, wie man jemanden besiegen soll, der unbesiegbar ist. Dieses ganze Gegner-Szenario gefiel mir dementsprechend leider nicht so gut, aber das ist eine Sache die man bei den ganzen Helden-Filmen schon seit geraumer Zeit beobachten kann. Immer schlimmer, immer härter. Da fällt eine Steigerung von Mal zu Mal schwerer. Ob Cara Delevigne die beste Besetzung war, frage ich mich immer noch. Ein Archäologin, die von einem Dämon befallen wird, muss natürlich wunderschön sein. Ist bei den meisten Archäologen so. Klar. Mein Fehler.
Zwischenzeitlich ist das bildgewaltige Spektakel super lustig. Aber genau das soll es ja auch sein. Etwas misslungen fand ich auch das Ende, wobei es absolut sinnvoll ist. Ich persönlich habe jedenfalls große Lust auf eine Fortsetzung. Wer weiß…vielleicht werden die Bösen ja doch irgendwann gut. Wobei…ist nichtgerade das Böse so faszinierend?

Also...


Ein furioser Film mit vielen Stars und großer Bildgewalt. Das 3D kann man sich sparen, denn die Action geht auch so nicht verloren. „Suicid Squad“ bietet tolle Unterhaltung und zeigt eine ganze andere Seite von den Bösewichten der DC Comics. Ich habe den Film sehr gern gesehen, denn die Unterhaltung ist absolut grandios. Ein paar Dinge sind nicht so glanzvoll über die Bühne gegangen, weshalb es „nur“ 4 von 5 Sternen sind, doch meine Erwartungen wurden dennoch erfüllt.

28. August 2016

Kurzrezension (2015): "Tintentod" von Cornelia Funke


Titel: Tintentod
Autor: Cornelia Funke
Verlag: Oetinger Taschenbuch Verlag
Preis: 12,00€
Seiten: 768

So viele offene Fragen bleiben dem Leser nach „Tintenblut“ und umso gespannter beginnt die Reise, die erneut in die Tintenwelt führt. Wird Staubfinger bei den Weißen Frauen bleiben müssen? Wann wird Fenoglio wieder schreiben können und wird der Eichelhäher es schaffen den Natternkopf wieder sterblich zu machen? Ein unglaublich spannender Abschluss von dem, was mit einem „Herz“ aus Tinte begann und mit dem „Tod“ zu enden hat.

Inhalt


Maggie, Resa und Mo sind noch immer in der Tintenwelt und stehen dem Schwarzen Prinzen bei. Aber auch Orpheus ist inzwischen in dieser fantastischen Welt angekommen und schreibt die Geschichte nach seinem Belieben. Fenoglio, Farid, Elionor, der Eichehäher, der schwarze Prinz und sein Bär und natürlich Staubfinger: Ein letztes Mal müssen sich unsere Helden aufmachen, um die Geschichte nun endlich zu Ende zu schreiben. Denn der Natternkopf ist immer noch unsterblich. Aber sein Erzfeind, der Eichelhäher, ist schon auf dem Weg zu ihm. Doch ganz ungefährlich ist diese Mission nicht, denn es gibt mehr als genug Feinde in der Tintenwelt…

Meinung


„Tintentod“ ist ein großartiger Abschluss der Trilogie. Er ist mit Spannung geladen, die schon auf den ersten Seiten beginnt und erst mit den letzten Seiten endet. So viele Handlungsstränge, so viele Charaktere – die Guten und die Bösen. Es gibt ein Wiedersehen mit dem Pfeifer und Mortola, aber auch mit Darius und Elionor. „Tintentod“ hält vieles bereit, was nur darauf wartet entdeckt zu werden. Auch wenn das Ende möglicherweise etwas kompliziert gemacht ist, passt es doch hervorragend und rundet die Geschichte nicht nur ab, sondern steigert diese noch um ein Vielfaches.
Der Leser muss keinen Charakter missen und Cornelia Funkes Schreibstil hat sich bewährt. Was im ersten Teil noch etwas schwierig wirkte, ist im dritten nun völlig flüssig. Man taucht in eine andere Welt ein, so wie es schon immer gewollt war. Auch die Zitate zu Beginn der Kapitel dürfen natürlich nicht fehlen und die kleinen Illustrationen gehören ebenso dazu.

Fazit


„Tintentod“ ist meiner Meinung nach das beste Buch der Tintenwelt-Reihe. Es beinhaltet so viel Spannung, dass die 740 Seiten sehr schnell verfliegen und man dauerhaft mit den Protagonisten mitfiebern muss. Maggie, um die es noch im ersten Teil geht, gerät zwar in den Hintergrund, aber dafür wird die Geschichte aus einem viel interessanteren Blickwinkel erzählt. Ich habe es geliebt und vergebe daher 5 Spitzenschuhe.





26. August 2016

Rezension: "Percy Jackson - Im Bann des Zyklopen" von Rick Riordan


Titel: Percy Jackson - Im Bann des Zyklopen
Autor: Rick Riordan
Verlag: Carlsen
Preis: 7,99€
Seiten: 336

Die griechischen Götter sind ein literarischen Phänomen. Irgendetwas haben diese Mythen ja. Und irgendwie handelt es sich immer um Mehrteiler, wenn die Götter es in Bücher schaffen. So auch bei der berühmten „Percy Jackson-Reihe“, die sich um den Halbgott Percy dreht, der im Half-Blood-Camp seine Ausbildung macht und sich immer wieder Ungeheuern in den Weg stellen muss. Auch im zweiten Abenteuer des Teenagers muss er das Camp retten. Ein spannendes Abenteuer, in dem Percy an der Seite seiner Freunde für eben diese und auch sein eigenes Leben kämpft. Lesenswert, aber einen Tick schlechter als Band eins.

Klappentext


Auch Percys siebtes Schuljahr verläuft nicht wirklich ruhig: Erst gerät sein bester Freund Grover in die Gewalt eines Zyklopen, dann vergiftet jemand den Baum der Thalia im Camp der Halbgötter und hebt so dessen magische Kräfte auf. Nur das goldene Vlies kann jetzt noch helfen. Das aufzutreiben ist allerdings weitaus schwieriger als Percy gedacht hat - ein abenteuerlicher Wettlauf um das Leben Grovers und die Sicherheit des Camps beginnt.

Meinung


Auch der zweite Teil der Percy-Jackson-Reihe wurde bekanntlich verfilmt, weshalb ich den ungefähren Verlauf des Buches bereits kannte. Auch dieses Mal hielt sich der Film relativ genau ans Buch, was ich immer gut finde. Sowohl die rasante Taxifahrt, als auch die risikoreiche Bootsfahrt sind im Buch aber mindestens genauso spannend. Ich habe das Buch in relativ kurzer Zeit auf dem Weg in den Urlaub gelesen. Es ist unterhaltsam und zum Teil wieder sehr lustig. Schon in Band eins gefiel mir der Humor von Rick Riordan sehr gut! Percy ist weiterhin abgeklärter, als es in seinem Alter normal ist, aber immerhin wird er ja auch älter. Anabelle ist wieder eine wichtige Figur in der Geschichte und weiterhin sympathisch. Clarisse bekommt dieses Mal mehr Aufmerksamkeit und der neue Charakter Tyson taucht auf. Tyson ist so ein trottelig lieber Kerl, dass ich ihn auf Anhieb mochte! Groover kommt durch sein Verschwinden leider viel zu kurz, aber durch den neuen Charakter wird dies auch ein wenig aufgewogen. Ebenfalls gefallen hat mir Hermes. Ich finde es jedes Mal sehr spannend, wenn sich die Götter persönlich zeigen. Denn auch wenn sie eigentlich das Thema sind, halten sie sich oft im Hintergrund. Zur Handlung muss ich sagen, dass sie auf jeden Fall spannend ist. In diesem Teil war es nicht so extrem von einzelnen Abenteuern gespickt, wie noch in Teil eins. Das große Ganze stand mehr im Mittelpunkt. Dennoch geschehen viele verschiedene Dinge und viele Figuren aus der griechischen Mythologie tauchen auf. Doch Percy und seine Freunde meistern die Herausforderungen. Allerdings muss ich sagen, dass in manchen Kapiteln die Höhepunkte gefehlt haben, was sehr schade ist. Ich bin auf den weiteren Verlauf der Geschichte sehr gespannt. Der Stil von Rick Riordan ist erfrischen und angemessen. Er hat sich einen Hauch Jugendhaftigkeit erhalten, was wunderbar zur Geschichte passt. Percy ist eine lustige Figur und entwickelt sich bereits. Die Kapitelnamen sind ebenso humorvoll, wie schon im Vorgänger. Ich würde das Buch als solide Unterhaltung bezeichnen, das aber nicht unbedingt ein Highlight war. Aber das ist ja auch nicht nötig, schließlich folgen noch drei weitere Bücher.

Fazit



Ein bisschen Mythologie, ein wenig Spannung und ganz viel Abenteuer: Das ist der Mix von „Percy Jackson – Im Bann des Zyklopen“, der gute Unterhaltung bietet. Zu den bekannten Charakteren stoßen ein paar Neue, die für Aufregung sorgen. Die Geschichte hat einen roten Faden, der sich gekonnt durchs Buch zieht. Hinzu kommt der schöne und humorvolle Stil von Rick Rioardan und fertig ist der zweite Teil der Götter-Reihe. Von mir gibt es 4 Spitzenschuhe, mit denen ich auf den dritten Teil warte.



22. August 2016

Kurzrezension: "Wir können alles sein, Baby" von Julia Engelmann


Titel: Wir können alles sein, Baby
Autor: Julia Engelmann
Verlag: Goldmann
Preis: 7,00€
Seiten: 96

Poetry Slam ist eine Leidenschaft von mir. Ich liebe die kreativen Texte der Slammer und habe sie sogar schon einmal im Unterricht behandelt. Man muss sich nicht einmal in der Szene auskennen, um mit dem Namen Julia Engelmann etwas anfangen zu können. Mit ihrem Text „Eines Tages, Baby“ ist sie bei den deutschen Hochschulmeisterschaften über Nacht berühmt geworden. Sogar live konnte ich sie schon einmal sehen und ihre Texte sind beeindruckend, ehrlich und frisch. Das waren sie zumindest in ihrem ersten Buch mit dem gleichen Titel wie der berühmte Text (hier kommt ihr übrigens zu meiner Rezension). 
Im zweiten Buch „Wir können alles sein, Baby“ versucht Engelmann sich zu übertreffen und scheitert meiner Meinung nach. Das klingt jetzt härter, als es eigentlich gemeint ist. 


Meinung und Inhalt


Was mir bei diesem Buch wirklich noch besser gefällt, als im ersten, ist die Aufmachung. Die Künstlerin hat zu den Texten erneut kleine Bilder gezeichnet, die wie die Faust aufs Auge zu den jeweiligen Texten passen. So ist das kleine Büchlein mit den 24 Texten wieder etwas ganz Besonderes.
Ebenfalls toll ist wie immer der Stil von Engelmann, den sie sich beibehalten hat. Eine Mischung aus klassischen Reimen und unsauberen Übergängen, die im Gehörten kaum auffallen, bietet die Slammerin. Doch hier bemerkt man schon einen Kritikpunkt. Slamtexte sind einfach eine ganz andere Nummer, wenn man sie hört und gewissermaßen sieht. Sie zu lesen ist schön und inspirierend, aber einfach nicht dasselbe. Vieles kommt nicht so rüber, wie es sein sollte. Man stolpert im Leserhythmus und versteht vielleicht den ein oder anderen Witz nicht. Aber da kann niemand was für und das sollte man ja auch wissen, wenn man Slamtexte liest. Dennoch fehlte mir das Besondere in den Texten. Julia Engelmann scheint im Moment viel über ihr Leben nachzudenken und dass man anfangen sollte zu handeln. Gefühlt jeder Text beschäftigt sich mit den unzähligen Möglichkeiten im Leben. Das ist natürlich nicht wirklich so. Eigentlich gibt es sogar relativ vielfältige Themen und auch verrückte Ideen. Richtig gut haben mir die kleinen Haikus gefallen und der Text „AKA BTW CU“ ist mehr als strange und innovativ. Auch das Märchen über das Eichhörnchen und „Abschiedsparty ohne dich“ waren klasse. Aber es war mir zu viel. Zu viel Alternativismus, zu viel „Wir-müssen-Leben-Parolen“, zu oft das gleiche Thema. Viele Texte beschäftigen sich auch mit Liebeskummer, die sehr emotional waren. Also eigentlich hat das Buch schon alles, was eine gute Sammlung an Poetry-Slam-Texten braucht und trotzdem war es mir zu monoton. Ich hatte das Gefühl, dass der Druck, den Julia sich selbst gemacht hat, zu hoch ist. Dabei ist das natürlich absolute Spekulation. Aber wenn die Leute dich einmal kennen, dann wollen sie mehr. Und die Erwartungen an die neuen Texte sind natürlich hoch.

Fazit




Für mich ist „Wir können alles sein, Baby“ eine Sammlung von Texten, die wieder authentisch und inspirierend zu lesen sind. Leider gefielen mir die Themen nicht. Engelmann schreibt in einem schönen Stil, der manchmal aber zu gewollt ist. Schaut man genau hin, dann bieten die Texte auch Abwechslung. Für mich stachen jedoch immer wieder die gleichen Themen heraus, die mich einfach nicht packen konnten. Doch packende Texte gibt es trotzdem. Ich bin sicher, dass wenn ich mehr der Texte live gesehen hätte, ich das Buch feiern würde, so vergebe ich lediglich 3,5 Spitzenschuhe.




20. August 2016

Mein SuB kommt zu Wort #4

Und schon wieder ist es soweit: Mein SuB kommt zu Wort :) Und ich kann euch jetzt schon sagen, dass Karli es kaum erwarten kann, aus den Startlöchern zu kommen ;) Hier könnt ihr übrigens alles zur Gemeinschaftsaktion von Anna lesen, der ich schon ein paar Monate mit viel Freude folge. Aber jetzt geht's los. Karli, the stage is yours!




Wie immer auch von mir zuerst ein herzliches Hallo :) Schön, dass ihr wieder mit dabei seid! Ich bin schon gespannt, was dieses Mal in Frage vier auf mich wartet!


1. Karli, wie groß bist du aktuell?

Ich bin ja grundsätzlich riesig. Das wissen wir ja alle. Jedenfalls für meine Verhältnisse, denn ich weiß, dass noch sehr viel größere SuBs existieren.Aber egal. Ich musste eben noch einmal nachsehen, wie ich im letzten Monat stand, damit ich diese Frage beantworten kann. Im Moment zähle ich 98 Bücher. Und das ist ganz schlimm. Ich bin damit ein Buch dicker, als im letzten Monat. Seit dem Beginn der Aktion ist das mein persönlicher Höchststand :( Dabei hat Julia sich das letzte Mal wirklich Mühe gegeben, nachdem sie so viele Bücher gekauft hatte, sie langsam von mir fort zu nehmen. Scheint ein wenig ins Stocken geraten zu sein :P Auf geht's Julia, da geht noch mehr ;)



2. Wie ist die SuB-Pflege bisher gelaufen - zeige mir deine drei neuesten Schätze auf deinem Stapel.


Das ist eine ziemlich schwere Sache. Die SuB-Pflege läuft gut. Da gibt Julia sich ja immer viel Mühe. Und in diesem Monat hat sie sich auch absolut zurück gehalten, was die Bücherkäufe betrifft! Eigentlich hat sie gar keins gekauft. Zwei ebooks haben den Weg zu mir gefunden und drei Printbücher. Die Prints stammen allerdings aus der Lovelybox, also welches davon soll ich zeigen?! Am besten alle ;) Alle drei gehören übrigens auch noch mir... "Alles, was ich sehe" und "Ema. Bittersüße Lüge" sind die beiden ebooks, die ich allerdings schon wieder verabschieden musste. Ts...da kann die Julia auch ganz schnell sein, wenn sie will :P


 


Jetzt, wo ich euch die Bücher alle nochmal zeige, fällt mir auf, dass die beiden ebook-Cover doch relativ ähnlich sind :D Ob Julia das überhaupt gemerkt hat?! Soweit ich weiß, fand sie übrigens beide Bücher ziemlich gut. Das freut mich immer, wenn bei mir ein paar Schätze ruhen. Aber weil Julia das eben auch weiß, kümmert sie sich ja auch so gut um mich :)



3. Welches Buch hat dich als letztes verlassen, weil gelesen? War es eine SuB-Leiche, eine Reihen-Teil, ein neues Buch oder ein Reziexemplar und wie hat es deinem Besitzer gefallen (gerne mit Rezensionslink)?


Hierbei würde ich eigentlich gern schummeln. Gestern hat mich "Requiem" von Lauren Oliver verlassen. Damit hat Julia endlich wieder eine Reihe abgeschlossen. Ich hasse es, wenn einzelne Teile bei mir rumfliegen :P Und somit unterstütze ich das! Allerdings musste ich "Requiem" auch nur ein paar Wochen lagern und deshalb möchte ich euch auch von meinem vorletzten abgegebenen Buch berichten. Da hat Julia sich nämlich eine kleine SuB-Leiche geschnappt. Seit einem Jahr bewahrte ich "Ein Ja im Sommer" auf und da der letzte Sommer schon rum war, nahm sie das Buch erst in diesem zur Hand. Schwache Leistung. Das Buch war wohl okay. Zu beiden Büchern folgt noch die Rezension. Ich bin dadurch immerhin wieder schlanker ;)


4. Lieber Karli, wie bist du untergebracht? Hast du ein eigenes Regal für dich oder musst du mit versteckten Ecken und Plätzen Vorlieb nehmen? 

Oh mann, darüber hatte ich bisher noch nie nachgedacht! Man muss ja leider sowieso sagen, dass ich eher imaginär existiere, daher war das noch nie von Bedeutung. Aber die Frage finde ich super! Ich habe kein eigenes Regal für mich. Aber ich werde auch nicht in Ecken oder so versteckt. Ich bin eigentlich ziemlich zerstückelt...Teile von mir stehen hier, andere da. Ich bin quasi überall im Regal vertreten. Ob gelesen oder nicht, das ist Julia in ihrer Regal-Ordnung ziemlich egal. Aber meine Domäne ist eigentlich dann ja Julias Kindle. Denn da gibt es einen "Gelesen-Ordner". Im eigentlichen Menü stehen daher nur meine Bücher *.* Das ist jetzt schon ein kleiner Sieg, oder?! :D

Ach mann, das war's ja schon wieder. Wie die Zeit vergeht, wenn man sich amüsiert...hach...aber dank dieser Aktion bin ich immerhin ein fester Bestandteil dieses Blogs und natürlich auch in Julias Leben ;) Ich hoffe, das ist ein schönes Schlusswort ;)

Euer Karli





Ganz so viel hat Karli heute ja gar nicht erzählt. Hach...aber er ist wie immer ein kleiner Süßer ;) Und natürlich hat er Recht, dass er nun ein fester Bestandteil meines Lebens ist. (Mann, wir sind heute sentimental :D) 

Was sagen eure SuBs so? Frage vier interessiert mich besonders :)


Eure Julia

18. August 2016

Kurzrezension (2014): "Mallorca an sich..." von Jörg Reinhardt


Titel: Mallorca an sich...
Autor: Jörg Reinhardt
Verlag: Selfpublished
Preis: 1,15€ (kindle Edition)
Seiten: 30

Klappentext


Der wohlwollende Brief des Mallorca-Novizen an einen Freund, ein absurdes Erlebnis in einem Café in Santa Ponca, der Bericht über eine verregnete Ferienwoche, eine kleine Episode auf einem Parkplatz in Cala d'Or, sowie eine Liebeserklärung an Palma. Das findet sich in diesem kleinen Buch über des Deutschen liebste Ferieninsel. Ein kleiner, amüsanter Einblick in das Touristenleben.

Meinung


„Mallorca an sich…“ ist eine Kurzgeschichtensammlung über das 17. Bundesland. Mit diesem kleinen und erfrischendem Buch ist Jörg Reinhardt etwas wirklich Überzeugendes gelungen!
Zu finden sind hier 6 Inselgeschichten, die, wie man sicher vermuten kann, alle von Mallorca handeln. Jede Geschichte bietet eine eigene kleine Welt. Die Kurzgeschichten sind sehr unterschiedlich gestaltet und wenn man nicht wüsste, dass nur ein Autor an diesem Werk geschrieben hat, könnte man auch vermuten, dass es sechs verschieden waren. Für jeden Geschmack ist etwas dabei und der Schreibstil ist immer wieder neu.

Besonders gefallen hat mir die Wirkung aller Geschichten zusammen. Obwohl sie nicht zusammenhängen, bilden sie doch ein Ganzes. Durch die verschiedenen Storys, wird ein Bild von Mallorca herausgearbeitet, das unterschiedlicher, aber auch wahrer nicht sein könnte. So malt der Autor ganz wunderbar die verschiedenen Seiten der Insel, sowohl die guten und sonnigen, als auch die melancholischen und ruhigen.


Fazit


Dieses Buch ist sicherlich perfekt für einen sonnigen Nachmittag – am besten natürlich auf Mallorca. Ich habe sehr viel weniger in solch einer Kurzgeschichtensammlung erwartet. Aber wirklich: neben Humor lässt sich hier auch ein Hauch Poetik und Satire finden – neben ein paar bestätigten Vorurteilen. Aber so spielt das Leben. Ich vergebe verdiente 4 Spitzenschuhe für diese Komposition.



15. August 2016

Rezension (2015): "Aqualove" von Nola Nesbit


Titel: Aqualove
Autor: Nola Nesbit
Verlag: Edel elements
Preis: 4,99€
Seiten: 223

Wie wird unsere Welt wohl in der Zukunft aussehen? Was wäre, wenn das Wasser als Ressource immer knapper und somit wichtiger werden würde, da wir Menschen unsere Gewässer verschmutzt und diverse Naturkatastrophen den Rest gemacht haben?! Nola Nesbit verlegt ihren Debütroman „Aqualove“ in genau dieses Szenario. Ein spannender Roman, der erschreckend real erscheint. Liebe, Gefahr und Geheimnisse – das ist Aqualove. Rasant, aber mit ein paar Schwächen.


Inhalt


Die Journalistin Nia Petit lebt im Jahr 2034 (Achtung, so weit weg ist das nicht!) und hasst Wasser. Eine Flasche mit der überlebenswichtigen Flüssigkeit kostet bereits über 5 Dollar und Nia versucht sich durch Artikel über Kulturveranstaltungen oder B-, C-, oder auch D-Promis „über Wasser zu halten“. Für ihren Chef soll sie ein Interview mit dem reichen Geschäftsmann Ethan Waterman durchführen, der sein Geld vor allem durch seine DNA Firma gemacht hat. Aber was genau heißt das – Geld verdienen mit DNA? Irgendetwas stimmt nicht mit Ethan und wieso interessiert er sich überhaupt für Nia? Denn sein Interesse an ihr scheint nicht nur beruflich zu sein. Ethan hat ein Geheimnis, doch nicht nur er. Auch Nias beste Freunde verhalten sich ihr gegenüber merkwürdig und wollen sie vor Ethan warnen: doch alle Warnungen kommen zu spät. Nia ist längst in den Mann verliebt, was für sie eine ungeahnte Gefahr darstellt. Denn plötzlich wird sie zum Ziel einer ganz anderen Fraktion und der Leser taucht in ein ungeahntes Thema ein.

Meinung


Der Spannung halber versuche ich das große Thema des Romans in meiner etwas misslungenen Inhaltsangabe zu verschleiern. Ich kann nur sagen, dass das Thema Wasser im Allgemeinen sehr innovativ verarbeitet wird und das große Geheimnis des Buches ebenfalls gelungen ist. Die Autorin spielt hier mir fantastischen Elementen, gepaart mit einer möglichen Zukunftsvorstellung. Nicht nur, dass wir Menschen uns zu spät um Wasser als Ressource bemüht haben, sondern auch dass sich die Welt technisch immer weiter entwickelt hat, ist sehr realistisch. So läuft jeder in Nias Welt beispielsweise nie ohne MOB rum - ein Gerät das Smartphone, MP3 Player, e-reader und Kreditkarte in eins ist.
Die Charaktere sind meiner Meinung nach nicht überragend gestaltet, aber trotzdem im Großen und Ganzen gelungen. Nia ist eine selbstständige Frau, die meines Erachtens aber manchmal etwas zu sprunghaft ist. Gut gefallen hat mir allerdings ihr Humor, der wundervoll in den Sprachstil der Autorin verarbeitet ist. Des Öfteren muss man über ein paar Formulierungen und Neologismen schmunzeln. Ethan gefiel mir auch auf Anhieb. Allerdings ging mir die Liebesgeschichte, die sich zwischen den beiden entwickelt eindeutig zu schnell. Der Anfang war super und dann nahm die Spannung ein wenig ab.
Somit bin ich leider auch schon bei den Schwächen des Romans. „Aqualove“ hält so einige Wendungen für den Leser bereit, die auch wirklich unerwartet auftauchen. Zu diesen Wendungen gehört auch das Auftauchen von überraschenden Charakteren. So hätte ich Alex und Levent beispielweise nicht erwartet. Mit beiden habe ich auch nicht gerade sympathisiert. Alex Rolle wird zu Ende hin zwar gut verarbeitet, doch mir gefiel die Beziehung zwischen ihr und Nia nicht. Positiv erwähnen will ich aber noch ein paar Nebencharaktere. Ethans Bruder Felix beispielweise ist klasse.

Fazit



Was mit einem ganz normalen und prickelnden Liebesroman beginnt, entwickelt sich rasant zu einem Sciene-Fiction Roman und Nola Nesbit entführt uns in eine unbekannte Welt. Der Roman hat dem Leser viel zu bieten und deckt verschiedene Genres ab. Für mich kamen ein paar Aspekte zu kurz und manche Figuren waren seltsam. Die innovative Idee von „Aqualove“ und auch deren Umsetzung haben mir allerdings schon gefallen. Ich startete voller Euphorie in das Buch, welche sich irgendwann dämpfen ließ. Ein paar Fragen bleiben offen, doch es gibt einen Nachfolgeband. Für mich gab es bei „Aqualove“ ein paar zu viele sprunghafte Wendungen, mit denen ich persönlich nicht ganz klar kam. Dennoch hat mir das Debüt von Nola Nesbit gut gefallen und ich runde vergebe 3,5 Spitzenschuhe.



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