20. September 2017

Mein SuB kommt zu Wort: Karli #16

Hallo ihr Lieben!


Wirft man einen Blick nach draußen, kommt man nicht umhin zu bemerken, dass sich die Blätter gefärbt haben, dass der Wind zunimmt und auch die Temperaturen sinken. Deutliche Anzeichen dafür, dass der Herbst ins Land gezogen ist. Der September läutet genau diesen ein und ob man es glaubt oder nicht, aber auch dieser schöne Monat neigt sich bereits dem Ende. Denn wir haben schon wieder den 20. des Monats und das bedeutet natürlich, dass das monatliche SuB-Interview ansteht. Karli (so habe ich meinen SuB getauft, für alle, die es noch nicht wissen) steht schon in den Startlöchern und ist bereit loszulegen. Ich ahne wieder Furchtbares, denn mein Geburtstag liegt erst eine Woche zurück. Zitat meines Freundes: "Ich glaube Karli freut sich nicht über deinen Geburtstag", und Recht sollte er haben...



1. Karli, wie groß bist du aktuell?


HALLO! Ihr lieben Buchliebhaber, ich bin froh, wieder einmal das Wort an euch richten zu dürfen :) Manchmal bin ich ja kurz davor, einen Stift zu greifen und in Julias Kalender die Tage durchzustreichen, bis endlich wieder der 20. kommt. In diesem Monat verging die Zeit gefühlt sehr langsam. Umso schlimmer, dass Julia mich immer mehr anwachsen lässt, statt mich doch endlich mal kleiner werden zu lassen :( Wir hatten doch Anfang des Jahres so tolle Vorsätze, meine Liebe! Wo sind die denn alle hin?!
Tja, wie groß bin ich? Im letzten Monat war ich zu diesem Zeitpunkt genau 116 Bücher groß. Heute sind es....Achtung...125 Bücher! Könnt ihr dieses Schniefen und Schnauben hören? Das kommt von mir.
Jaja, man hat mich wieder sehr traurig gemacht. Das hatte den simplen Grund, dass Julia Geburtstag hatte. Das mag ja für euch Menschen ein schöner Tag sein (Glückwunsch, ihr werdet älter...feiert ruhig), aber für uns SuBs kann dieser Tag wirklich fatal werden. Das war er für mich auch wieder. An Julias Geburtstag sind acht Bücher hier eingezogen! Zusätzlich hat sie sich einfach mal noch drei Stück selbst gekauft...Und wisst ihr, was das schlimmste ist? Es stehen noch zwei Feiern an, bei denen diese Doofe natürlich noch etwas bekommen wird. Heute trifft Julia nämlich erst ihren Vater und der hat immer ordentlich viele Bücher im Gepäck, wenn sein Töchterchen Geburtstag hatte. Oh nein...was soll ich denn nur machen??? Denn dann kommen auch noch diese ganzen anderen Zweibeiner, die Julia "Freunde" nennt. Ich weiß ja nicht so genau...sind das Freunde, wenn die dafür sorgen, dass ich größer und größer (und fetter und fetter) werde?! Ich denke nicht.
Also, liebe Julia! Ich hoffe, dass du dir in nächster Zeit eine Zaubermaschine zulegst, mit dessen Hilfe du ganz viele Bücher im Monat schaffst, damit ich endlich einmal abnehmen..ups..."kleiner werde", meine ich natürlich. So eine Maschine wäre doch mal ein guter Geburtstagswunsch...nicht immer Bücher...ts...



2. Wie ist die SuB-Pflege bisher gelaufen - zeige mir deine drei neuesten Schätze auf deinem Stapel.


Ja, ganz grauenhaft! Ist das denn nicht deutlich geworden?! Ich werde immer größer und Julia liest immer weniger. Wir haben euch ja schon im letzten Monat berichtet, dass derzeit wenig gelesen wird. Traurig, aber Julia hat auch in diesem Monat erst vier Bücher gelesen. Irgendwer sollte wirklich mal ein ernstes Wörtchen mit ihr reden. Jemand, auf den sie auch hört ( - somit falle ich schon mal weg. Glaubt mir, ich habe es mehrfach versucht)! Die drei neusten Bücher sind die drei Bücher, die der liebe Max ihr geschenkt hat. Max ist eigentlich immer auf meiner Seite und schimpft öfter mal mit ihr, wenn ich unzufrieden bin. Wie ihr in Julias Einleitung gelesen habt, denkt er auch an mich. Tja, aber was hat es gebracht?! Rein gar nichts!!! Denn auch er beugte sich dem System und hat Julia unter anderem drei Bücher geschenkt. Das sind diese hier:

 

Jaja, ich gebe Julia schon Recht. Sie sind wirklich wahnsinnig toll und ich freue mich ja auch ein bisschen über diese Schätze! Noch mehr freue ich mich aber, wenn ich sie als gelesen abhaken darf. Ich bin gespannt, mit welchem Buch Julia beginnen wird :)



3. Welches Buch hat dich als letztes verlassen, weil gelesen? War es eine SuB-Leiche, eine Reihen-Teil, ein neues Buch oder ein Reziexemplar und wie hat es deinem Besitzer gefallen (gerne mit Rezensionslink)?

Ach, wenn mich doch mal mehr Bücher verlassen würden. Wo sind die Monate hin, in denen ich eine zweistellige Zahl nennen durfte?! Jedenfalls far far away, wenn man mich fragt. 
Als letztes hat mich tatsächlich ein Rezensionsexemplar verlassen und zwar ein sehr schönes. Die Rede ist von "Snow - Die Prophezeiung von Feuer und Eis" aus dem Thienemann-Esslinger Verlag. Das Buch ist wirklich ein Traum - äußerlich. An der Geschichte hatte Julia wohl ein bisschen was zu meckern. Aber ihr könnt es gerne genauer nachlesen, wenn es euch interessiert. Hier kommt ihr nämlich zur Rezension.






4. Lieber Karli, welches Genre befindet sich am häufigsten auf deinem Stapel?

Puh...das ist aber eine schwere Frage. Im Grunde bin ich ein ziemlich bunter Haufen. Es gibt ein paar Krimis bei mir, einige Liebesgeschichten und das meiste tummelt sich wahrscheinlich im Bereich Fantasy oder Jugenbücher. Schwer zu sagen. Ich wünschte, ich hätte einen guten Überblick. Aber obwohl ich alle Titel weiß, bin ich mir nicht sicher, ob es einen richtigen Trend gibt. Ich glaube nicht. Ich kann nur "Fantasy" vermuten, aber dieses Genre ist ja bekanntlich auch sehr eng gefasst ;)


Wie? War es das schon wieder? Also irgendwie bin ich heute kaum ins Tratschen gekommen. Und so richtig ablästern konnte ich auch nicht. Zumindest finde ich, dass ich noch relativ nett zu meiner Besitzerin war. Aber gut, sie hatte ja nun mal auch erst ihren Ehrentag. Da kann man ja nicht die ganze Zeit schimpfen ;) Ich glaube ich schnapp mir gleich schon wieder meinen virtuellen Stift und beginne gleich morgen damit, die Tage bis zum nächsten 20. zu streichen :) Ich bin mal gespannt, ob ich dann wieder unter 120 Büchern groß sein werde...unwahrscheinlich... :'D
In diesem Sinne...

Habt einen schönen Monat, bis zum nächsten Mal!

Euer Karli



Oh ja, ich finde auch, dass er sich einigermaßen zurückgehalten hat. Aber er wird heute Abend sicher noch ordentlich schnaufen, wenn ich wieder mit einer Handvoll Büchern ankomme :) Ich persönlich freue mich ja darauf, schließlich heißt das, dass mein Vater mir immer die Sachen schenkt, die ich auch wirklich haben möchte :) Und danach beginne ich dann erstmal Karli ordentlich zu trösten. Am besten mache ich das und lese danach erstmal drei Stunden ;) Vielleicht helfe ich ihm ja damit.

Wie sieht es bei euch aus? Beschwert sich euer SuB auch immer nur über euch und euer Leseverhalten? Ode resignieren eure SuBs bereits? :D


Alles Liebe,
eure Julia

19. September 2017

Rezension: "Snow - Die Prophezeiung von Feuer und Eis" von Danielle Paige


Titel: Snow - Die Prophezeiung von Feuer und Eis
Autor: Danielle Paige
Verlag: Thienemann-Esslinger
Preis: 17,99€
Seiten: 400


Mit „Snow – Die Prophezeiung von Feuer und Eis“ holte sich der Thienemann-Esslinger Verlag einen wahren Hingucker ins Haus. Lange vor Veröffentlichung wurde viel Werbung gemacht und so wartete auch ich gespannt auf das angekündigte Highlight. Was man „Snow“ auf jeden Fall zusprechen muss, ist die Magie, die mit dem Buch einhergeht. Die Charaktere, die Kulisse, die Handlung – all das ist magisch. Und dennoch gab es ein großes Problem: der Schreibstil. Mit Danielle Paiges Stil kam ich nicht zurecht. Plötzlich geschahen Dinge, die überhaupt nicht angekündigt wurden. Personen waren plötzlich da und niemand wusste, wo sie herkamen. Diese Sprunghaftigkeit verwirrte mich und leider zog sich das durchs gesamte Buch. Das spannende Finale konnte viel wieder wettmachen und ich bin gespannt auf die Fortsetzung, ein bisschen mehr hatte ich mir dennoch erwartet.

Algid, ein Reich aus Eis und Schnee, ist Snows wahres Zuhause. Hier soll sie ihre eigentliche Bestimmung annehmen und das Land aus den frostigen Ketten König Lazars befreien. Snow, jahrelang in der Menschenwelt festgehalten, fällt es schwer, ihren Auftrag und ihre magischen Fähigkeiten zu akzeptieren. Durch Jagger und Kai, die sich beide um sie bemühen, erfährt sie die Geheimnisse von Algid und seinen Bewohnern. Doch Snows Herz gehört eigentlich schon Bale – dem sie ihre Flucht verdankt und den sie jetzt verzweifelt sucht …

Eigentlich kam ich sehr gut ins Buch. Wie viele Fantasygeschichten, beginnt die Handlung in der realen Welt. Snow weiß nicht, dass sie nach Algid gehört, obwohl der Klappentext das vermuten lässt. Snow hält sich selbst sogar für verrückt, denn sie ist seit ihrem sechsten Lebensjahr in einer Anstalt. Demnach hat sie natürlich einen vollkommen anderen Alltag, als normale Teenager. Auch die sogenannte „Flucht“ aus der realen Welt ist eigentlich mehr als unbeabsichtigt. Aber gut, bis dahin gefiel mir das Buch durchaus. Snow befindet sich relativ lange in der Anstalt und man lernt ihren eigenwilligen Charakter kennen. Sie ist keine typische oder gar sympathische Protagonistin. Sie ist ein Teenager mit Problemen, ohne richtige Kindheit oder Jugend und deswegen ist ihr Sozialvermögen nur geringfügig ausgebaut. Das fand ich allerdings sehr authentisch. Deswegen reagiert Snow oft egoistisch oder weltfremd. Für sie gibt es nur Bale – einen Jungen, der mit ihr in der Anstalt aufgewachsen ist und das Feuer liebt. Er ist nach Algid entführt worden und ihn gilt es zu retten. In Algid angekommen, wird Snow mit der Prophezeiung konfrontiert: Sie soll das Land von dem grausamen Herrscher Lazar – ihrem Vater – befreien. Denn Snow ist mächtig und kann den Schnee beherrschen. Somit ist der Grundstein für eine tolle Geschichte gelegt. Snow muss in Algid Abenteuer bestehen, ihre Gabe schulen und erst dann kann sie ihren Vater besiegen. Das Blöde an der Sache? Das will sie gar nicht. Sie will wieder zurück – mit Bale. 
Im Grunde gefiel mir die Idee der Handlung sehr gut. Snow ist eine andere Protagonistin, aber das machte die Sache interessant. Man kann sich nicht unbedingt mit ihr identifizieren, aber man kann sie verstehen. Und das ist schon mal ein großer Unterschied zu gängigen Jugendbüchern. Es lag also nicht an Snow, dass mich das Buch nicht vollkommen überzeugte. Vielmehr gefielen mir der Aufbau und die Art des Erzählens von Danielle Paige nicht. Das Ziel von Snow ist klar: Sie will Bale befreien. Um das zu schaffen, geht sie zuerst bei der Wasserhexe in die Lehre. Die tauchte allerdings sehr plötzlich auf. Denn ein paar Absätze zuvor war da ja noch Jagger, derjenige, der sie nach Algid holte. Aber dann waren da Schneebestien – und plötzlich sind da Gerda und Kai. So sprunghaft, wie ich es schildere, kam es mir leider vor. Ich mochte Kai und Gerda und begann gerade, mich wohlzufühlen. Aber dann taucht der Vollstrecker auf und schwups – schon ist Snow bei den Dieben gelandet und innerhalb von zwei Seiten wird Snow zur Diebin. Mir gingen diese Handlungssprünge zu schnell, sie waren zu unerwartet und auch zu schwach begründet. Bei den Dieben – ein Haufen von wunderschönen Mädchen, die sich mit Magie zu helfen wissen - bleibt Snow immerhin eine Weile, denn nachdem sie ihnen einen Gefallen getan hat, wollen diese ihr bei Bales Rettung helfen. Die ganze Phase um die Diebe herum war gelungen. Zu dieser Zeit nahm die Autorin sich mehr Zeit für die Entwicklungen der Dinge und das gefiel mir gut. Am Ende toppt sie aber leider alles. Das große Finale ist wahnsinnig gut. Es ist spannend, es kommen unerwartete Dinge, es gibt Überraschungen – alles passt zusammen. Und dann ist plötzlich eine Person dabei, von der noch so gar nicht die Rede war! Ich weiß auch nicht…das war mir zu viel. Der Aufbau, okay. Auch, dass diese Person plötzlich auftaucht, macht ja Sinn. Aber kann man vielleicht mit ein paar Sätzen solche Ankünfte ankündigen? Das war leider kein einmaliger Fall und genau das war es, was mich störte.
Und dann wären da noch die amourösen Geschichten.  Keine Frage, Snow liebt Bale. Aber Snow küsst auch den süßen und schüchternen Kai und irgendwie ist auch Jagger gar nicht so übel. Im Gegenteil – Snow verbringt viel mehr Zeit mit diesen beiden, als mit ihrem geliebten Bale. Ich mochte die beiden Jungs, auf jeden Fall! Bale war für mich immer sehr blass, man gewinnt kaum einen Zugang zu ihm. Anders als bei Kai und Jagger. Aber die Episode mit Kai ging mir viel zu schnell. Das war so schade!
Aber ich ziehe auch das Positive daraus. Denn ich glaube, dass es in der Fortsetzung richtig gut werden kann. Es müssen keine Figuren mehr eingeführt werden, der Konkurrenzkampf kann erwachen und Snow sich endlich ihren Aufgaben stellen. Das zumindest hat der erste Teil gut hinbekommen. 
Zum Schreibstil bleibt mit nicht mehr viel zu sagen. Er war einfach nicht meins. Ich konnte der Autorin gedanklich nicht immer folgen. Sie verwendet passendes und auch magisches Vokabular, aber ihre inhaltlichen Sprünge waren mir zu viel.


Was kann ich also zusammenfassend zu  „Snow – Die Prophezeiung von Feuer und Eis“ sagen? Das Buch ist interessant, vor allem aufgrund der Protagonistin. Das Buch beinhaltet eine tolle Idee und bietet viel Magie. Das Buch ist aber auch sprunghaft und manchmal nicht so ganz logisch. Es gibt ein tolles Familiendrama, ein Liebes-Viereck und dubiose Charaktere, wie die Diebe. „Snow“ hat eine tolle Grundlage und zwischenzeitlich glänzt das Buch wahrlich. Aber dann gibt es wieder Stellen, bei denen ich den Kopf schütteln musste. Und dennoch hat Danielle Paige mich mit dieser Geschichte neugierig gemacht und ich werde auf jeden Fall weiterlesen. Aufgrund seiner Sprunghaftigkeit  die mich wahrlich störte und dem manchmal fehlenden Fokus, vergebe ich 3,5 Spitzenschuhe. Manchmal wollte ich weniger vergeben und dann gab es Stellen, die die 5 Sterne verdient hätten. Alles in allem ist „Snow“ ein gutes Buch mit Höhen und Tiefen und ich bin gespannt, wie Paige das im Folgeband handhaben wird.


18. September 2017

[Die Kleinen Freuden des Lebens]: Buchüberraschung "Snow"

Hallo ihr Lieben!


Nach Urlaub und Geburtstagsstress melde ich mich zurück. Wie einige von euch sicher mitbekommen haben, bin ich letzte Woche 25 geworden und das zieht ja doch so einige Feiereien nach sich. Die sind auch noch immer nicht abgeschlossen, aber das meiste habe ich bereits geschafft ;) Außerdem habe ich einen sehr schönen Geburtstag gehabt.
Kurz zuvor war ich noch in Paris, weshalb ich mich auch nicht wirklich aktiv hier beteiligt habe. Aber meine Woche in der französischen Hauptstadt war sehr schön und ein Reisebericht wird folgen - wenn ich die Zeit zum Abtippen habe.
Soviel zu meinen letzten zwei Wochen. Nun aber genug der Erklärungen. Heute melde mich zurück, um noch eine kleine Freude mit euch zu teilen, die sicher auch einige von euch erreicht hat. 



Morgen erscheint ein kleiner Hingucker aus dem Thienemann-Esslinger Verlag. Vor kurzem erhielt ich vom Verlag ein schönes Überraschungspaket, mit dem ich gar nicht mehr gerechnet hatte. Dieses enthielt das neue Buch von Danielle Paige, nämlich "Snow - Die Prophezeiung von Feuer und Eis". Thienemann hat sich so viel Mühe mit diesem kleinen Päckchen gegeben, dass meine eigene Freude riesig groß war. Neben dem wunderschön aufgemachten Buch befand sich noch ein kleiner Taschenspiegel und die passenden Süßigkeiten im Paket. Außerdem war es zauberhaft eingepackt.
Ich freue mich immer sehr, wenn Verlage sich solche Mühe geben und daher griff ich auch sofort zu dieser magischen Geschichte.
Morgen, zur Veröffentlichung, folgt meine Rezension, in der ihr gerne nachlesen könnt, was ich von diesem Buch halte. Soviel sei gesagt: Es wird magisch, aber es geht auch auf und ab.



Hier noch einmal der Klappentext zur Einstimmung:


„Die drei mächtigsten Hexen des Landes erhielten zu deiner Geburt eine Prophezeiung, Snow. Vergiss nicht, dass beide Elternteile dir Magie vererbt haben. Diese Magie lebt in dir, eine starke Magie, wahrscheinlich sogar die stärkste, die es in Algid jemals gegeben hat.“ 


Algid, ein Reich aus Eis und Schnee, ist Snows wahres Zuhause. Hier soll sie ihre eigentliche Bestimmung annehmen und das Land aus den frostigen Ketten König Lazars befreien. Snow, jahrelang in der Menschenwelt festgehalten, fällt es schwer, ihren Auftrag und ihre magischen Fähigkeiten zu akzeptieren. Durch Jagger und Kai, die sich beide um sie bemühen, erfährt sie die Geheimnisse von Algid und seinen Bewohnern. Doch Snows Herz gehört eigentlich schon Bale – dem sie ihre Flucht verdankt und den sie jetzt verzweifelt sucht … 


Vielen Dank an den Thienemann - Esslinger Verlag für dieses bezaubernde Paket!

Was sagt ihr? Habt ihr auch so schöne Post von Thienemann bekommen? Oder freut ihr euch auf die Geschichte von Snow?

Eure Julia

15. September 2017

Rezension: "Eines Abends in Paris" von Nicolas Barreau


Titel: Eines Abends in Paris
Autor: Nicolas Barreau
Verlag: Piper
Preis: 9,99€
Seiten: 368

Vor kurzem zog es mich in eine der bekanntesten Metropolen der Welt. Sie ist unter vielen Namen bekannt, unter anderem nennt man sie „die Stadt der Lichter“ oder auch „die Stadt der Liebe“: Paris. Für diese Reise brauchte ich die richtige Lektüre und so griff ich zu „Eines Abends in Paris“ von Nicolas Barreau. Dieses Buch ist so hoffnungslos romantisch, spielt in einer so traumhaften Kulisse und öffnet dem Leser das Herz. Diese zauberhafte Liebesgeschichte war genau das Richtige für diese Stadt. Man schreitet die Schauplätze ab und kann sich so in seiner eigenen Vorstellungskraft verlieren. Doch eigentlich ist man immer noch in der Realität… herrlich!


Jeden Mittwoch kommt eine junge Frau im roten Mantel in Alain Bonnards kleines Pariser Programmkino, und immer sitzt sie auf demselben Platz in Reihe 17. Eines Abends fasst sich Alain ein Herz und spricht sie an. Sie verbringen den Abend miteinander, doch in der Woche darauf taucht sie nicht mehr auf. Obwohl er von ihr kaum mehr als ihren Vornamen weiß, begibt sich Alain auf die Suche nach ihr und erlebt eine Geschichte, wie sie kein Film schöner erzählen könnte...

Wie bereits erwähnt, habe ich das Buch in Paris gelesen. Es ist Luxus, eine Geschichte am dazugehörigen Standort zu lesen und ehrlich gesagt weiß ich gar nicht, ob ich das bisher jemals getan habe. Aber so entstand ein ganz eigener Zauber. Mein Städtetrip und dieses Buch haben sich irgendwie ineinander verwoben. 
Die Geschichte, die Nicolas Barreau erzählt, ist einfach zuckersüß. Wir haben es mit einem männlichen Ich-Erzähler zu tun, was bedeutet, dass wir Frauen ein wenig schwärmen dürfen. Denn natürlich ist diese Geschichte für das weibliche Geschlecht geschrieben und ein männlicher Protagonist, der ein solcher Romantiker wie Allain ist, sorgt für Träume. Jede Frau würde wohl gern so gesehen werden, wie Allain die Frau im roten Mantel betrachtet. Romantik sprüht aus jeder Zeile dieses Buches, viel wichtiger sind aber noch die Themen Liebe und Hoffnung. Allain lernt seine große Liebe kennen, doch nach ihrem ersten Kuss verschwindet diese Frau – spurlos. Für Allain beginnt nun eine nervenaufreibende Reise, auf der er die Frau seines Herzens sucht, was in einer Großstadt gar nicht so einfach ist. Erst recht nicht, wenn man weder die Telefonnummer, noch einen Nachnamen hat. Ganz und gar nicht einfach. 
Die Geschichte glänzt nicht unbedingt mit Spannung. Manchmal kommt sie sogar etwas dahingezogen vor. So gefiel mir die ganze Periode mit der Schauspielerin Solène Avril nicht so sehr. Obwohl sie in gewisser Weise ein herzlicher Charakter sein soll, konnte sie mich nicht erreichen. Allain allerdings gefiel mir mit seinen träumerischen Ansichten sehr gut. Auch sein Freund Robert und der Regisseur Allan Wood sind gelungene Charaktere. Das große Geheimnis bleibt natürlich die Frau im roten Mantel. Ihre Geschichte kommt natürlich erst sehr spät ans Licht, also darf man neugierig bleiben. Da es nicht die Spannung ist, die das Buch ausmacht – es geht oft hin und her, auf und ab und nimmt die schlimmstmöglichen Wendungen – bleibt noch die atemberaubende Atmosphäre. Auf nahezu jeder Seite werden Straßen erwähnt, bestimmte Cafés oder andere kleine Läden in Paris, einfach sehr schöne Orte, die man sich toll vorstellen kann. Ein besonderer Schauplatz ist in diesem Roman die Pont d’Alexandre III, über die auch ich gegangen bin. Und ich konnte nicht anders, als an Allain und seine Traumfrau zu denken. Das Hin und Her, das ich erwähnt habe, kann den Leser schon stören, doch ich finde, dass all die Abweichungen vom graden Weg mit Sinn gefüllt werden. Auch wenn einem die Umstände manchmal komisch vorkommen und man die Gründe einfach nicht verstehen kann, wird am Ende doch alles logisch aufgeklärt. Ich selbst habe schon mit anderen Wendungen gerechnet und war zwischenzeitlich doch überrascht. 
Die Kulisse, also noch näher betrachtet, als das große Ganze, ist ebenfalls toll. Das Kino, das Allain betreibt, steht oft im Vordergrund. Diesen kuscheligen Ort konnte ich mir wahrlich vorstellen. Insgesamt finde ich das Thema Kino und Film toll umgesetzt und es herrscht im gesamten Roman vor. 
Der Stil von Barreau ist fließend und genauso romantisch wie seine Geschichte. Mich hat nichts daran gestört, im Gegenteil. Ich fand die netten Einarbeitungen von Pariser Orten herrlich. Auch der Humor, der des Öfteren mitschwingt ist sehr gelungen. Vielleicht ist das Happy-End ein wenig übertrieben, aber was soll man von der Stadt der Liebe schon erwarten?



Vielleicht ist „Eines Abends in Paris“ nicht das perfekte Buch. Aber für mich war es das perfekte Buch für Paris. Ich habe mit Allain geträumt, gelitten und mich gefreut. Ich habe die prickelnde Romantik aus jeder Seite gelesen und bin ich eine liebevollen und traumhaften Atmosphäre abgetaucht. Diese Atmosphäre verleitet mich dazu, dem Buch 4,5 Spitzenschuhe zu geben. Das Buch ist eine tolle und romantische Reise durch das wunderschöne Paris. Wenn ihr euch nach Paris träumen wollt, dann greift zu diesem Buch! 






8. September 2017

Rezension: "Königsblau" von Julia Zieschang


Titel: Königsblau
Autor: Julia Zieschang
Verlag: Dark Diamonds
Preis: 4,99€
Seiten: 325

Während meiner Kindheit habe ich irgendwann einmal etwas von der Geschichte von „König Blaubart“ gehört. Über den genauen Handlungsablauf wusste ich nicht mehr viel, doch eine Sache kann man wohl nicht vergessen: Den frauenmordenden Blaubart selbst. Das Märchen stammt aus Frankreich und wurde zigmal adaptiert. So auch von Julia Zischang in ihrem neuen Buch „Königsblau“. Das Cover ist düster und geheimnisvoll und der Klappentext hat mich sofort überzeugt. Für Märchen bin ich immer zu haben und „Blaubart“ ist doch noch relativ unbetastet im Vergleich zu Märchen wie „Die Schöne und das Biest“ oder „Cinderella“. Die Autorin hat einen wirklich traumhaften Job gemacht, denn sie paart die bekannte Geschichte mit einer zweiten, ebenso märchenhaften Handlung. So bekommen wir in „Bluebeard“ gleich zwei Parallelgeschichten geliefert, die natürlich zusammenhängen, die einen dadurch aber auch immer wieder überraschen können. Märchenelemente, ein toller Stil und eine düstere Kulisse bilden ein sehr empfehlenswertes Ganzes!

Ihr Leben lang hat Rosalie gehofft, nie an der königlichen Brautwahl ihres Landes teilnehmen zu müssen. Denn nichts fürchtet sie mehr, als dass die Entscheidung des Mannes mit den königsblauen Haaren und der eisigen Ausstrahlung auf sie fallen könnte. Doch als genau das geschieht, befindet sie sich plötzlich hinter den dicken Mauern einer Festung, die ebenso viele Rätsel aufwirft wie der Mann, der sich in ihr verbirgt… 

Als ich den Klappentext zuerst las, musste ich beim ersten Satz natürlich an Bücher wie „Selection“ oder „Die vierte Braut“ denken. Aber weit gefehlt. Es geht keinesfalls um die „Brautschau“, denn diese wird bereits im ersten Kapitel abgehandelt. Es geht um so viel mehr! Der Klappentext ist ein wenig fehlleitend, denn meiner Meinung nach kann man durchaus auf die Idee kommen, dass Rosalie diejenige sein könnte, die Bluebeard ändert und ein wahres Märchen entstehen lässt. Schon nach kurzer Zeit wird aber klar, dass niemand Bluebeard ändern kann und er das personifizierte Böse ist. Wovon im Klappentext gar nicht die Rede ist, ist Claires Geschichte. Dabei ist diese mindestens genauso wichtig, wie die von Rosalie. Julia Zieschang erzählt in diesem Buch im ständigen Wechsel. „Königsblau“ hat zwei Protagonistinnen und das sind eben Rosalie, aber auch Claire. Beide kennen sich nicht und dennoch sind ihre Geschichten miteinander verwoben. Claire ist die Prinzessin des Landes, die verflucht wurde und deswegen wie ein altes Mütterchen aussieht, das nur von der wahren Liebe erlöst werden kann. Ihr merkt schon, wie haben es hier mit einem wahren Märchen zu tun. Flüche, Prinzessinnen, das Böse – all diese Elemente sind sehr wichtig. Und welches fehlt noch? Natürlich: die Liebe. Denn das ist das wahre Motiv hinter der Geschichte. Rosalie muss zu Blueberad gehen, wird von ihrer Familie getrennt und lebt von nun an in Angst und Schrecken. Alles im Schloss ist merkwürdig und grausam. Doch was sie nicht weiß, ist, dass ihr Bruder Ric sie befreien will. Wahre Familienliebe.  Er macht sich auf die Suche nach ihr, denn natürlich ist auch ihm bekannt, dass keine von Bluebeards vorherigen Ehefrauen wieder gesehen wurde. Auf seinem Weg begegnet er Claire. Diese lebt abgeschieden in einem Haus in den verschneiten Bergen. Doch sie ist nicht allein, denn die letzten vier Blumenelfen leben bei ihr. Magische kleine Wesen, die jeder Leser sofort ins Herz schließen muss. Die quirlige Poppy versucht Claire immer wieder zu zeigen, wie liebenswert sie ist, denn diese hat sich beinahe schon aufgegeben. Claire beschließt Ric zu helfen und gemeinsam machen sie sich auf, Rosalie zu retten. Doch dieser läuft die Zeit davon. Denn Bluebeard hat ihr bereits den ominösen Schlüsselbund überlassen, mit dem Hinweis den kleinsten und simpelsten Schlüssel auf keinen Fall zu benutzen…
Es gibt vieles, was an diesem Buch einfach richtig toll ist! Zum einen finde ich desnHandlungsaufbau einfach nur klasse. Man liest zuerst ein Kapitel von Rosalie mit einem Hinweis von „Zwei Monate zuvor“ oder Ähnliches und danach folgt immer eines von Claire, das mit „Jetzt“ betitelt ist. So schafft die Autorin einen Spannungsbogen, der ganz offensichtlich gegen die Zeit läuft. Man kann sich nach jedem Kapitel kaum entscheiden, welche Geschichte denn nun spannender ist. Nach einer Weile kristallisierte sich Claire als meine Favoritin heraus und das hatte ich anfangs gar nicht erwartet. Aber die zarte Liebesgeschichte zwischen Ric und Claire ist einfach wunderschön. Die Reise, die die beiden bestreiten, wird toll geschildert und ist abenteuerhaft. Außerdem sorgt ihre kleine Begleitung Poppy immer wieder für niedliche Momente und weiß genau den richtigen Grad zwischen Ermutigung und Zurückhaltung an den Tag zu legen. 
Bei Rosalie herrscht deutlich das Motiv der Angst und Dunkelheit vor. Das düstere Schloss, mit nur wenigen Angestellten, der blutliebende Bluebeard, all die Geheimnisse und die Grausamkeit. Man gruselt sich schon manchmal ein bisschen. Aber auch hier gibt es einen Ausblick – Will. Denn auch für Rosalie wurde für eine Liebesgeschichte gesorgt. Ich muss allerdings sagen, dass ich dem Stallburschen irgendwie nie ganz vertraut habe. Die Liebesgeschichte zwischen den beiden fand ich deutlich schwächer als die zwischen Ric und Claire. Mich konnten die beiden in Bluebeards Nähe einfach nicht so fesseln. Die tragenden Figuren waren für mich einfach Claire und Ric und sie bringen sie Geschichte auch ordentlich voran. Natürlich ist auch die Figur des grausamen Blueberads sehr interessant. Es gefiel mir gut, dass er so gar nichts Gutes in sich hatte. Das hatte noch mal einen tollen Märcheneffekt. 
Der Stil von Zieschang ist fließend und fügt sich sehr schön in diese Märchengeschichte. Sie beschreibt die Orte gut und hat ein Händchen für die romantischen Momente – jedenfalls bei Claire und Ric. Mir hat die Kulisse sehr gut gefallen und auch das Motiv der Magie wurde toll verarbeitet! Des Weiteren spielt die Autorin mit den Gefühlen des Lesers. Am Ende war ich kurz vorm Weinen, weil die Geschehnisse so traurig waren. Und dann war ich wieder überglücklich, weil alles so schön war. Es ist ein Wechselbad der Gefühle…
Im Grunde finde ich dieses Buch großartig. Etwas schwächer war wie gesagt die zweite Liebesgeschichte. Gut umgesetzt wurde auch das Finale. Aber auch hier habe ich noch einen kleinen Kritikpunkt. Der abschließende Kampf mit Bluebeard kommt keinesfalls im letzten Kapitel vor. In meinen Augen schloss der Kampf mit einem Satz, der mir weismachte, es sei doch noch nicht vorbei. Kann man bei solch magischen Büchern ja nie wissen. Dass das Buch dann noch zwei weitere Kapitel geht, hat mich etwas verwirrt. Doch eigentlich nimmt die Autorin sich lediglich die Zeit für ein richtig schönes Happy End. Und das sei im Märchen verziehen!



Julia Zieschang hat mit ihrer Märchenadaption eine so schöne Geschichte geschaffen, so dass ich „Königsblau“ absolut empfehlen kann. Die typischen Märchenmotive wie Gut und Böse, die Liebe, Familie und Magie spielen eine große Rolle. Aber das Buch hat durchaus auch moralische Züge. Die Figuren sind alle sehr gut gelungen und für jeden ist sicher eine potenzielle Liebslingsfigur dabei. Ich habe meine in Ric und Claire gefunden. Wobei ich auch Poppy sehr geliebt habe. Der Stil ist flüssig und angenehm und so schafft es die Autorin den Leser in ihre Welt zu entführen. Wegen kleiner Schwächen ziehe ich einen halben Punkt ab und komme auf 4,5 Spitzenschuhe für das schöne und teils auch düstere Märchen.




6. September 2017

Rezension [Hörbuch]: "Star Wars Episode VI - Die Rückkehr der Jedi-Ritter" von James Kahn


Titel: Star Wars Episode VI - Die Rückkehr der Jedi-Ritter
Autor: James Kahn
Sprecher: Wolfgang Pampel
Verlag: Randomhouse Audio
Preis: 14,99€
Seiten: 215
Dauer: 6h 4min


Diese Rezension zu schreiben, bricht mir beinahe das Herz. Denn es ist die letztmögliche Rezension zu einem der Star-Wars Hörbücher (der sechs Klassiker). Vor einer Weile habe ich die Hörbücher aus einer weit, weit entfernten Galaxis für mich entdeckt. Ich wagte mich an Episode I und konnte dann einfach nicht mehr aufhören. Und so tippe ich nun die Rezension zu „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ von James Kahn, die – wie alle anderen auch – überaus positiv ausfallen wird. Ich liebe „Episode VI“ sehr und auch das Hörbuch hat mich nicht enttäuscht. Von Anfang bis Ende wartet es mit Spannung auf und liefert gleichzeitig wichtige Hintergrundinfos und tolle Einblicke in die Figuren. Ich kann jedem Star Wars-Fan diese Hörbücher nur ans Herz legen. Hier macht Wolfgang Pampel sogar seinen besten Job und auch seine Stimme wird mir in Zukunft fehlen. Ein Muss für jeden Fan!

Es ist eine dunkle Zeit für die Rebellen-Allianz – Prinzessin Leia und Luke Skywalker fürchten um das Leben des in Karbonit eingefrorenen Han Solo. Den Rebellen bleibt nur eine einzige Chance, um Darth Vader aufzuhalten. Doch dann erfährt Luke von Yoda ein lang gehütetes Geheimnis, das alles verändert ...
Natürlich stimmen das Hörbuch und der Film auch hier in größten Teilen überein. Ich hatte beim Hören der sechs Episoden übrigens den Eindruck, als wenn in Episode I-III noch mehr zusätzliche Szenen geschildert wurden, die es im Film nicht gibt. In den Episoden IV-VI beschränkt sich das deutlich mehr, so also auch hier. Aber dennoch sind diese kleinen unbekannten Szenen wichtig für die Geschichte und das Verständnis gegenüber den Figuren. Auch hier kann ich die Handlungen der Charaktere so viel besser nachvollziehen, weil ich einen direkten Zugang zu ihren Gedanken geliefert bekommen habe. Diese Momente haben mir sehr gut gefallen. Vor allem in Bezug auf den dunklen Sith-Lord, Darth Vader, sind dies Schlüsselszenen, die das Geschehen gekonnt verdeutlichen.
Der Einstieg ins Hörbuch geschieht unmittelbar. Wir befinden uns in Jabbas Palast und von da an nimmt die Geschichte ordentlich an Fahrt auf. Im Mittelteil gibt es kurze Momente, in denen die Spannung etwas nachlässt, doch im Grunde ist es immer spannend. Es gibt ein solides Level an Geschehnissen und als Hörer kann man gut bei der Sache bleiben. Ich habe mich so gefreut, als die Rebellen endlich auf Endor gelandet sind und die Ewoks auftauchen. Diese knuffeligen Dinger waren schon immer meine Lieblinge und sie machen dieses Hörbuch einfach nur liebenswert. Insgesamt sind die Geschehnisse spannend und vor allem abwechslungsreich. Es passiert sehr viel in „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“, was für gute Unterhaltung sorgt. Wirklich toll ist diesmal auch Wolfgang Pampel als Sprecher. Er hat sich enorm gesteigert und verstellt seine Stimme in diesem Hörbuch herrlich passend zu den Figuren. So spricht er Yoda toll, aber auch den Imperator oder C3PO. Letztgenannter spielt übrigens eine tolle Rolle in dieser Episode und ich war sehr dankbar, dass Pampel sich bei seiner Figur viel Mühe gibt. Als Sprecher hat er ein angenehmes Tempo, auch wenn ich seine Stimme grundsätzlich sehr rau und rüpelhaft finde. Aber vielleicht liegt das an seinem eigentlichen Charakter Han Solo. Leider, leider gibt es auch hier immer wieder kleine Stellen, an denen man hören kann, dass die Aufnahme unterbrochen wurde. Dann spricht Pampel in einer anderen Tonlage, als zuvor und das stört das Hören ein wenig.
Abgesehen davon kann ich wenig kritisieren. Ich finde die Entwicklungen in diesem Buch toll, die Erzählart ist wirklich gelungen und ich hatte einfach wahnsinnig viel Spaß mit dieser Geschichte! Außerdem war es sehr emotional. Denn dieses Buch hat mich zum Weinen gebracht. Und das, obwohl ich es ja gar nicht selbst gelesen habe. Ich denke nicht, dass ich spoilere, wenn ich den Tod von Darth Vader  erwähne. Denn als dieser gestorben ist, musste ich so stark weinen. Es war einfach so traurig und hat mich so mitgenommen. Denn im Grunde ist „Star Wars“ doch die Geschichte von Anakin Skywalker und deswegen hat mich die Beschreibung seines Todes so getroffen. Etwas negativ finde ich es, dass es ein paar unpassende Erklärungen in Episode VI gibt, die einfach durch die ersten drei Teile nicht mehr hinkommen. So kann Leia sich beispielsweise an ihre Mutter erinnern, was natürlich durch Padmes Tod bei der Geburt ziemlicher Schwachsinn ist. Aber da kann das Hörbuch nichts für. Das sind Schwächen, die ich George Lucas durchaus verzeihe.


Seid ihr ein Star Wars-Fan? Dann lasst euch auf dieses galaktische Abenteuer ein, das die Hörbücher darstellen. Jedes einzelne ist wahnsinnig gut. Meine Favoriten bleiben die ersten drei Episoden, aber auch Wolfgang Pampel erzählt vor allem in „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ unglaublich toll! Die Geschichte um das Ende der Rebellion ist spannend, abwechslungsreich und emotional. Es geht um Kämpfe, Liebe, Treue, Freundschaft, Familie und natürlich das Gute und das Böse – alles sehr wichtige Werte, die in diesem Hörbuch durchaus rüberkommen. Wegen kleiner Schwächen muss ich etwas abziehen, doch so komme ich immer noch auf 4,5 Spitzenschuhe. Möge die Macht immer mit ihnen sein! 




Vielen, vielen Dank an Randomhouse Audio für all die wunderschönen Star Wars-Rezensionsexemplare!

5. September 2017

Mein Monatsrückblick: August

Hallo ihr Lieben!


Irgendwie habe ich den Monatsbeginn des Septembers ein wenig verschlafen. Kennt ihr das?! Man läuft durch die Wohnung, blickt an die Wand und sieht plötzlich, dass am Kalender noch immer das Augustblatt hängt, obwohl wir längst September haben?! Tja, so ging es mir in diesem Monat. Ziemlich traurig, wenn man bedenkt, dass ich im September sogar Geburtstag habe und ich mich auf diesen immer wie ein kleines Mädchen freue. Dieses Jahr ist das ein wenig anders. Mein Freund hat vor zwei Tagen das Land verlassen. Klingt dramatischer, als es ist :D Also er muss von der Uni aus zwei Wochen eine Sprachschule in Dublin besuchen, dort Examen schreiben und ist dann auch wieder bei mir. Aber in diese Zeit fällt leider mein Geburtstag und irgendwie senkt es meine Stimmung, wenn ich bedenke, dass ich hier alleine durch die Wohnung tolle, mal eben 25 werde und dann weiter allein hier rumhänge. Tja.
Ich übertreibe natürlich maßlos. Ist ja nicht so, als wenn ich keine Familie hätte, die sich alle Mühe gibt, mir einen schönene Geburtstag bescheren zu können ;) Aber das ist ja auch noch ein bisschen hin. Daher kommen wir doch jetzt erstmal zu dem Vergangenen und das wäre hier der August.

Der August startete irgendwie nicht so toll. Ich konnte mich kaum zum Lesen motivieren und wollte viel lieber andere Dinge machen. Außerdem hatte ich mit meiner Beinverletzung zu kämpfen, die mich deutlich vom Sport abhielt. Seit letzter Woche scheint es immerhin diesbezüglich aufwärts zu gehen, aber man soll den Tag ja nicht vor dem Abend loben. Der August brachte jedenfalls wieder viel Alltagsstress. Ich muss ganz schön viel arbeiten (Nebenjob), was zwar nicht allzu hart ist (Schmuck verkaufen bekomme ich dann doch noch hin), aber einfach viel Zeit kostet, die man vielleicht für andere Dinge braucht. So zum Beispiel für meine Masterkolloqiumsvorbereitung. Aber dazu gleich. Die Schule startete im August erneut und auch der Trainigsbetrieb wurde wieder aufgenommen. Das heißt, ich habe viel getanzt und viel Unterricht geplant. Muss ja ;)
Und dann hatte ich eben mein Kolloquium, also habe ich nun den Master. Oh ja. Ich bin ein Master of Education. Man glaubt es kaum. Mein Zeugnis lässt zwar noch auf sich warten, aber den Bescheid über meine anstehende Exmatrikulation habe ich schon. Hauptsache das :D Wie schnell die plötzlich sein können, wenn es darum geht, mich loszuwerden. Aber Noten rechtzeitig eintragen...ja, das ist natürlich gleich viel schwerer ;) Versteht man ja.
Ansonsten habe ich im August mein Handy geschrottet - yei. Der ganze Stress, ein Neues zu besorgen, hätte mir auch erspart bleiben können. Aber wenn man nun mal so dumm ist, und es mit dem Bildschirm nach unten auf eine Fliese schmeißt - selbst Schuld. Das habe ich auch überlebt.
Dann war ich noch zwei Mal im Kino und mein persönliches Highlight war der Musicalbesuch mit meiner Mama in Hamburg: "Hinterm Horizont". Ich liebe Musicals einfach so sehr und es war toll, wieder einmal eines live zu sehen :)

Und dann kommen wir doch jetzt zu meinen Büchern aus dem August. Anfangs lief es wirklich schleppend, aber am Ende bin ich mit meiner Statistik durchaus zufrieden. Und das sind sie!

Insgesamt habe ich im August 9 Bücher gelesen:




Stolz und Vorurteil - Jane Austen (448 Seiten) [Rezension] 

Star Wars Episode IV - Eine neue Hoffnung - George Lucas [Hörbuch] (256 Seiten) [Rezension]

House of Night: Erwählt - P. C. Cast & Kristin Cast (448 Seiten) [Rezension]

Everflame: Feuerprobe - Josephine Angelini (480 Seiten) [Rezension]

Schicksalsbringer: Ich bin deine Bestimmung - Stefanie Hasse (416 Seiten) [Rezension]

Star Wars Episode V - Das Imperium schlägt zurück - Donald F. Glut [Hörbuch] (228 Seiten) [Rezension]

Gullivers Reisen - Jonathan Swift (384 Seiten) [Rezension]

Die Chroniken von Narnia - Die Reise auf der Morgenröte - C. S. Lewis (216 Seiten) [Rezension]

Gloria und die Londoner Liebschaften - Marlene Klaus (280 Seiten) [Rezension]


Seiten gesamt: 3.156


Hardcover: 4, Taschenbücher:2, Ebooks: 1, Hörbücher: 2


Oha. Mit einem Blick auf meinen Vormonat muss ich feststellen, etwa 2000 Seiten weniger gelesen zu haben. Tja, so ist wohl das Leben. Ich muss zu meiner Verteidigung aber auch sagen, dass ich mehrere wirklich schlechte Bücher in diesem Monat dabei hatte. Und eines, das mir eigentlich ganz gut gefiel, stürzte mich in eine Art Leseflaute. Von welchen Büchern spreche ich?!
Beginnen wir mit den Flops.
Ganz vorne mit dabei - und das hätte ich zuvor niemals gedacht - "Gullivers Reisen"! Ich habe noch nie, noch nie, noch nie ein so furchtbares Buch gelesen. Glaube ich. Ich kann mir wirklich nichts langweiligeres vorstellen. Es hat mich zerstört. Jede Seite war eine Qual. Warum ich es nicht abgebrochen habe? Ich kann Klassiker nicht abbrechen :( Eine wahre Schwäche von mir. Aber dieser falsche Stolz hindert mich einfach daran. Tja. Und so musste ich dieses Leid ertragen. Ich habe dem Ganzen 1,5 Sterne gegeben. Hätte ich nur einen gegeben, hätte der Autor ja schon Arbeitsverweigerung leisten müssen und ich kann in manchen Stellen durchaus den Lernwert erkennen. Aber das Buch ist schlecht, langweilig, öde und einfach nur ätzend. Lest es niemals. Seht euch den Film an. Der soll besser sein.
Die Rezension von Gulliver betitelte ich mit "Zerriss". Das habe ich vorher noch nie getan. Aber in diesem Monat gleich zwei Mal! Oh ja. Denn ein weiteres Buch hat mich einfach nur abgestoßen. Hierbei handelt es sich um den dritten Teil der House of Night Reihe "Erwählt". Ihr könnt gerne meine Rezension lesen, wenn euch meine genaue Kritik interessiert. Aber ich habe noch nie ein Jugendbuch gelesen, in dem moralische Werte so sehr in den Schmutz gezogen werden. Ich habe die Lust auf die Reihe verloren, besitze aber dennoch den Willen durchzuhalten. Vielleicht wird es ja wieder besser. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.
Das Buch, das mich in eine Leseflaute gestürzt hat, ist "Everflame - Feuerprobe" von Josephine Angelini. Es ist Jahre her, dass ich die "Göttlich"-Reihe gelesen habe und die habe ich damals geliebt. Umso enttäuschter war ich, dass "Everflame" mir nicht so gut gefiel. Dabei war das Buch gar nicht so schlecht. Ich verspürte aber nicht die Lust weiter zu lesen und irgendwie war mir auch alles zu verwirrend und zu weit ausgeholt. Sehr schade. Ich habe drei Sterne verteilt. Immerhin habe ich gehört, dass Band zwei besser sein soll, was mir natürlich Mut macht. Die anderen beiden Bücher der Reihe habe ich nämlich bereits zu Hause.
Abgesehen von diesen Fällen, hatte ich nur gute Bücher. Aber drei Ausfälle ist ja schon nicht so toll. Kommen wir zu den Guten. In diesem Monat habe ich wieder zwei Hörbücher gehört und zwar die beiden Star Wars Episoden IV & V. "Eine neue Hoffnung" war ganz gut, aber natürlich vollkommen anders, als noch die ersten drei Episoden. Dennoch war die Geschichte spannender, als der Film. Richtig überrascht hat mich dann aber "Das Imperium schlägt zurück", was mit Abstand der schlechteste Star Wars Film in meinen Augen ist. Aber das Hörbuch ist einfach nur klasse!
Ebenfalls überrascht hat mich "Die Chroniken von Narnia - Die Reise auf der Morgenröte". Die ersten vier Narnia-Bücher haben alle etwas Langweiliges an sich. Nicht aber dieser Teil. Es ist einfach nur eine sehr schöne Geschichte, auch für größere Kinder.
Wir nähern uns nun den Highlights. Wirklich gut gefallen haben mir die Bücher "Schicksalsbringer - Ich bin deine Bestimmung" und "Gloria und die Londoner Liebschaften". Ersteres konnte meine hohen Erwartungen erfüllen, auch wenn es kleine Abzüge gab. Zweiteres hat mich überrascht und mit tollen Themen aufgewartet. Auch hier waren es nur kleine Kritikpunkte, die mich von den 5 Sternen abhielten.
Diese hat aber natürlich mein Monatshighlight bekommen. Es ist wohl nicht schwer zu erraten, denn eigentlich ist das Buch mein absolutes Liebelingsbuch - und das ist eine Gemeinsamkeit, die ich mit vielen Bloggern habe. "Stolz und Vorurteil" von Jane Austen wurde in diesem Monat nach Jahren wieder gelesen und es hat mich einfach gefangen genommen. Danach hatte ich so eine "Stolz-und-Vorurteil-Sucht", man glaubt es nicht. Ich habe vier Tage hintereinander den Film von 2005 gesehen und hatte immer noch nicht genug. Zu meinem Geburtstag werde ich die englische Ausgabe bekommen, also wird es dann noch einmal gelesen. Ich freue mich schon darauf ;)

Das war mein August. Trotz anfänglicher Probleme und Zwischenleseflaute, bin ich sehr zufrieden. Leider bin ich jetzt mit den Star Wars - Hörbüchern durch, aber mein Puzzle ist auch fast fertig ;) Was wartet im September auf mich? Ein Haufen Bücher - den werde ich nämlich nächste Woche auspacken und ich freue mich schon :) Außerdem feiere ich meinen Geburtstag noch mit meinen Freunden, was ich auch seit Jahren nicht gemacht habe. Und dann steht natürlich mein Paris-Trip an. Übermorgen mache ich mich gemeinsam mit meiner Oma auf in die französische Hauptstadt. Ich war schon einmal dort, aber ich freue mich riesig! Louvre, ich komme.
Ansonsten werde ich ein bisschen Wettkampfvorbereitung machen, da ich am 1.10 die 10km beim swb-Marathon in Bremen laufe. Drückt mir die Daumen, dass ich eine gute Zeit hinlege. 10km sind einfach echt ganz schön viel für mich :D

Was hat der August bei euch so mit sich gebracht? Und was bringt vielleicht der September? :)

Eure Julia

4. September 2017

Meine Neuzugänge: August

Hallo ihr Lieben!


Es wird mal wieder Zeit. Der September hat bereits begonnen und so möchte ich euch wie immer am Anfang eines neuen Monats meine neuen Schätze aus dem letzten zeigen. Dafür brauche ich heute mal keine lange Vorrede - die hebe ich mir für meinen Monatsrückblick auf. ;)

Im September wollte ich ganz brav sein - und war es wieder einmal nicht. Aber seht selbst: 


Insgesamt sind 9 neue Schätze bei mir eingezogen.

Und das ist für mein aktuelles Leseverhalten doch deutlich zu viel! Eines der Bücher kam eigentlich erst am 1.9 bei mir an, aber ich zähle es jetzt mal in die Neuzugänge des Augusts.

Wieso habe ich schon wieder so viele tolle neue Bücher, obwohl der Vorsatz ein anderer war?

Tja. Weil ich ein besitzergreifender Mensch bin. Könnte ein Grund sein. Acht der neun Schätze sind jedenfalls Rezensionsexemplare, die ich angefragt habe. Gierig und so. Aber ich glaube ja fest an mich, dass ich das alles rechtzeitig schaffe. *hust*
Kommen wir mal zu den Neuankömmlingen. Das einzige Buch, das ich gekauft habe, war "Schicksalsbringer - Ich bin deine Bestimmung". Es war in der "Bookish-Prophet Box" aus dem August und ich habe mich so riesig darüber gefreut! Denn es stand auf meiner Geburtstagswunschliste und so konnte ich es gleich streichen :)
Dann habe ich dem Bloggerportal von Randomhouse wieder einiges zu verdanken und ich freue mich auch über diese Bücher so sehr! Ich glaube, die Zuständigen wundern sich schon gar nicht mehr über meine Star-Wars-Hörbuch-Anfragen, sondern warten lediglich auf die nächste. Und man muss sagen, dass mein Gesicht jedes Mal aufleuchtet, wenn der Button auf Grün gesprungen ist und mir den Versand anzeigt :) Ihr kennt das, nicht wahr? So zogen nacheinander "Episode V - Das Imperium schlägt zurück" und "Episode VI - Die Rückkehr der Jedi-Ritter" bei mir ein. Beide habe ich bereits gehört und ich trauere noch immer, dass ich die klassischen Episoden nun abgeschlossen habe :( Aber es gibt ja schon Episode VII ;)
Auch von Randomhouse kommt die tolle Ausgabe von "Hans Christian Andersens schönsten Märchen", in die ich mich sofort verliebt habe und die ich als Märchenfan sehr zu schätzen weiß. Ich werde gleich nächste Woche mit dem Buch beginnen, mir aber auch ein bisschen Zeit lassen - denn diese brauchen Märchen. Außerdem kam noch das Buch "This love has no end" hinzu, das nach einer zauberhaften Liebesgeschichte klingt. Ich bin gespannt.
Vom lieben Dryas-Verlag erreichte mich noch "Gloria und die Londoner Liebschaften", welches ich bereits gelesen habe und begeistert bin. Diesem Buch werde ich noch einen separaten Beitrag widmen, da mich die Themen des Buches sehr angesprochen haben!
Die größte Überraschung war "Snow - Die Prophezeiung von Feuer und Eis" aus dem Thienemann-Esslinger Verlag. Ich war bei der LBM auf dem Bloggertreffen des Verlags, welches gemeinsam mit Carlsen veranstaltet wurde. Damals konnte man das Buch anfragen, was ich sofort tat, weil es einfach so toll klingt! Aber, dass der Verlag es mir auch zuschicken würde, hatte ich kaum noch zu hoffen gewagt. Umso glücklicher war ich, als so ein großartiges Paket bei mir eintrudelte! Ich lese es derzeit :) Vielen Dank an dieser Stelle an Thienemann!
Fehlen noch meine beiden neuen Ebooks. Beide sind wieder von deutschen Autorinnen, die bei Dark Diamonds unter Vertrag stehen. Zum einen ist das "Königsblau" in dessen Klappentext ich mich sofort verliebt habe. Ich habe das Buch gestern Abend durchgelesen und fand es wirklich klasse! Und das zweite Buch ist der dritte Teil meiner geliebten "Azur"-Reihe "Behüterin der Träume" von Sabine Schulter. Es erscheint erst Ende September, weshalb ich es in der nächsten Woche beginnen werde.


Gut. Das war jetzt ein ganzer Haufen. Und obwohl es eigentlich wieder mal zu viele Bücher sind, freue ich mich so sehr über jedes einzelne! Und auch die Verlagsvielfalt finde ich soo toll!! :) Hach. Es gibt eben auch schöne Monate! Von den neuen Büchern sind auch immerhin schon fünf gelesen. Sooo viel hat Karli also gar nicht, um sich zu beschweren.
Das wird im September ganz anders aussehen. Denn dann habe ich Geburtstag. Und ich bin mir sehr sicher, dass sich meine Neuzugänge dann auf eine Zahl um die 20 belaufen werden. Warten wir es mal ab :D Diesen Monat habe ich vor Karli noch einigermaßen Ruhe ;)

Was gab es bei euch so Neues? Kennt ihr eines der Bücher? :)

Eure Julia


3. September 2017

Rezension: "Gloria und die Londoner Liebschaften" von Marlene Klaus


Titel: Gloria und die Londoner Liebschaften
Autor: Marlene Klaus
Verlag: Dryas
Preis: 10,95€
Seiten: 280

Ich bin ein großer Fan der klassischen Detektive. Sherlock Holmes oder Hercule Poirot erwärmen immer wieder mein Herz. Zum Glück gibt es auch tolle Adaptionen dieser klassischen Herren. Aber was ist eigentlich mit den Damen der Schöpfung? Miss Marple erlangte natürlich große Berühmtheit, aber ansonsten müssen wir lange suchen, um weibliche Spürnasen zu finden.
Eine solche hat allerdings die Autorin Marlene Klaus mit ihrer Lady Gloria Wingfield geschaffen, eine Dame des späten 19. Jahrhunderts, beheimatet in London. In „Gloria und die Londoner Liebschaften“ stürzt sich diese Dame mitten ins Getümmel, als ein Mord in ihrem nächsten Umfeld geschieht. In diesem Buch geht es vielmehr um das Thema der Frauenbildung und kleine Liebesgeschichten, als eine  Kriminalgeschichte. Diese findet nebenbei statt. Die Bezeichnung „viktorianischer Krimi“ passt wunderbar, doch man sollte das Buch nicht allein darauf beschränken, denn es bietet sehr viel mehr – und vor allem tolle Unterhaltung mit authentischer Kulisse!



London 1889: Lady Gloria Wingfields Projekt eines Frauenbildungsvereins nimmt Formen an. Doch am Eröffnungsabend geschieht während der Feierlichkeiten ein Mord. Das sorgt einerseits für Aufmerksamkeit für den Verein, andererseits aber für jede Menge Ärger. Zusammen mit dem Journalisten Morris beginnt Gloria, Nachforschungen anzustellen. Was ihrem Freund Lord Lyndon gar nicht gefällt. Wie sich herausstellt, hat er seine Gründe.


Gloria ist keine klassische Detektivin und macht diesen Gegenstand keinesfalls zu ihrem Hauptberuf – das wäre für eine Lady wohl auch nicht schicklich. Doch egal wo sie auftaucht, scheinen Verbrechen der schlimmsten Sorte zu geschehen. Und so fühlt sie sich dazu berufen, diese zu lösen: aus Nächstenliebe, Gerechtigkeit oder auch für die eigene Sache. 
Bisher sind drei Romane um Gloria erschienen. Der erste spielt in Verona, der zweite in Alexandria und nun mit den „Londoner Liebschaften“ lernen wir erstmals Glorias Heimat kennen. Ich kenne den zweiten Teil „Gloria und eine ägyptische Affäre“ leider nicht, doch bereits der erste Teil im idyllischen Italien hat mir sehr gut gefallen. Und daher musste nun das dritte Buch der Reihe bei mir einziehen.
Man muss vorweg sagen, dass Marlene Klaus intensiv recherchiert, bevor sie ein Buch schreibt. Man kann aus dem Buch in gewisser Weise viele Interessen der Autorin herauslesen, denn sie behandelt Themen, die ihr selbst wichtig sind. Dieses Mal ist der Fokus sehr interessant gesetzt und ich fand die Themen einfach wahnsinnig gut, denn sie haben enorme Wichtigkeit. Das Buch spielt 1889, also in einer Zeit, in der die Frauen begannen, für ihre Rechte zu kämpfen, aber gern noch belächelt wurden. Für mich ist es unglaublich schwer vorstellbar, wie es in einer solchen Zeit wohl aussah. Doch dieses Bild vermittelt die Autorin so authentisch, dass ich keinerlei Vorstellungskraft benötigte. Allein ihre Beschreibungen reichten völlig aus, um einen Eindruck zu vermitteln. Die Kulisse des gerade noch viktorianischen Londons ist atemberaubend und mir gefielen die Alltagsschilderungen sehr gut.
In den „Londoner Liebschaften“ geht es vor allem um den Frauenbildungsverein „Elisabeth“, den Gloria gemeinsam mit einer Freundin gründet. Über die Eröffnung berichtet natürlich die Presse und somit sind die beiden (politischen) Themen, die im Roman dominieren, gefunden: Frauenbildung und Presse im 19 Jahrhundert. Beide Themen werden toll verarbeitet, allerdings verliert die Autorin darüber manchmal den Krimi-Aspekt aus den Augen. Dennoch konnte sie mich mit dieser Storyline überzeugen. Schon allein beim Opfer des Mordes traf die Geschichte mein Herz, denn diese Person wollte ich nun wirklich nicht tot sehen. Insgesamt finde ich die Krimigeschichte auch wirklich gut ausgearbeitet, denn des Öfteren überraschten mich die Wendungen. Ich hatte bis kurz vor Ende den falschen Verdacht, kam irgendwann aber auch auf die Lösung. Die Auflösung ist übrigens auch gut gelungen.
Nebenbei spielt aber Glorias Privatleben eine sehr große Rolle. Im ersten Teil lernte die Britin den arroganten Lord Lyndon kennen, der seitdem in allen Romanen ene große Rolle spielt. Inzwischen sind die beiden beim „Du“ angekommen und ein zartes Pflänzchen der Zuneigung ist entstanden. Doch in diesem Buch entdeckt Gloria ihre Schwärmerei für den Journalisten Morris – und das gefällt Alexander Lyndon so gar nicht. Für mich war dieser Handlungsfaden toll zu verfolgen, denn ich mochte Morris gar nicht. Allerdings nahm er auch sehr viel Zeit in Anspruch, was wiederum für Langatmigkeit sorgt.
Natürlich gibt es noch sehr viel mehr Figuren als Gloria. Zwar ist sie die Protagonistin, doch für mich war sie nie der sympathischste Charakter des Buches. Ihre Tante Jo, die in jedem Buch eine Rolle spielt, ist ein wahrer Schatz. Und mein persönlicher Favorit ist natürlich Lord Lyndon. Ich finde, dass er eine tolle Entwicklung durchmacht und inzwischen konnte ich ihn richtig ins Herz schließen. Die anderen Nebenfiguren sind ebenfalls sehr interessant. Viele davon sind natürlich Frauen. Und einige Persönlichkeiten hat es tatsächlich gegebene. Marlene Klaus nimmt sich die Freiheit heraus, ein paar Berühmtheiten im Buch auftauchen zu lassen, doch dies ist im Anhang des Buches gekennzeichnet und erklärt und ergibt im Kontext wirklich Sinn. So dürfen wir beispielsweise Mr. Oscar Wilde und seine Frau Constance kennenlernen oder auch Florence Miller oder Sir James Ollive. Schon an diesem Umstand erkennt man die Arbeit der Recherche. Für mich war es eine sehr schöne Mischung zwischen Fiktion und historischem Roman. Der historische Anteil ist tatsächlich ein sehr großer und deshalb hat man nach dem Lesen auch das Gefühl, über diese Zeit und die Frauenrechte einiges gelernt zu haben.
Der Stil der Autorin passt sich der authentischen Kulisse gut an. Lediglich über ein paar Vokabeln bin ich gestolpert, die mir für die Zeit nicht ganz angemessen erschienen. Insgesamt hält Marlene Klaus den Stil aber stringent durch. Das Buch lässt sich gut lesen und sorgt durch spritzige Dialoge für gute Unterhaltung. Manchmal tauchen aber auch Stellen auf, die etwas langatmig erscheinen. 
Außerdem ist am Kapitelbeginn immer eine kleine Illustration abgebildet, die wirklich toll sind. Den Titel des Buches finde ich übrigens ein bisschen fehlleitend, da die „Liebschaften“ sich eigentlich nicht auf den Mord beziehen. Aber die Alliteration bleibt natürlich im Kopf.
Noch ein paar Worte zum Ende: Für mich war die Auflösung wirklich spannend, aber das Buch geht noch etwas über diese hinaus. Das Privatleben von Gloria muss schließlich ebenfalls betrachtet werden. Daher gefiel mir das letzte Kapitel außerordentlich gut, in dem Lord Lyndon und Gloria auf ihrem Landgut sind. Es war ein Ende nach meinem Geschmack! Dort wird übrigens auch angedeutet, dass der nächste Band wohl im fernen Indien spielen wird. Man darf gespannt sein.




„Gloria und die Londoner Liebschaften“ ist ein Buch, das nicht nur mit Spannung und Überraschung glänzen kann, sondern vor allem durch authentischen Zeitgeist und eine interessante Themenwahl besticht. Darüber verliert das Buch manchmal den Krimifokus aus den Augen, was etwas schade ist. Dennoch ist für tolle Unterhaltung gesorgt, denn die anderen Themen sind mindestens genauso interessant. Es handelt sich um locker leichte Lektüre, bei der man aber durchaus etwas lernen kann. Die Figuren machen Entwicklungen durch und man schließt sie ins Herz. Insgesamt handelt es sich um einen tollen historischen Roman, dem ich gerne vier Spitzenschuhe gebe. Für mich persönlich hoffe ich sehr, dass Gloria auch in Indien das „Unglück“ anziehen wird.







Vielen Dank an den Dryas- Verlag für das wunderschöne Rezensionsexemplar!